handel mit nutzer-profilen
17. April 2008 von christof
die süddeutsche zeitung hat in ihrer heutigen ausgabe das thema der datenerfassung im internet aufgegriffen. denn neben der erfassung durch den staat gibt es noch eine ganz andere form.
wie hier schon erwähnt, werden unglaublich viele daten der user von kommerziellen anbietern erhoben. diese daten werden schon seit längerer zeit von firmen gebündelt, die versuchen mit hilfe aller verfügbarer information zu einer person profile zu erstellen. diese profile verkaufen sie dann an andere firmen, die dadurch versuchen individuelle werbung zu schalten. ähnlich der telekom, die die adressen aus dem telefonbuch verkauft.
es gibt zum beispiel in deutschland firmen, die daten aus dem internet, aus einer wohnumfeld-analyse und aus schufa-auskünften sammeln und profile erstellen, um werbedatenbanken zu erstellen. das alles läuft im hintergrund ab und der verbraucher, konsument erfährt davon nichts. er merkt es nur dadurch, dass sich immer wieder bestimmte postwurfsendungen in seinem briefkasten befinden. ein journalist hat einmal versucht die werbenden firmen zu fragen, woher sie denn seine adresse hätten. er bekam keine antwort.
doch das ist wahrscheinlich die einzige möglichkeit, sich gegen den papier-spam und die nervigen telefon-verkaufs-befragungen zu wehren. fragen, woher die adresse stammt und jegliche kommunikation zu verweigern. richtig effektiv wäre es, wenn alle menschen den werbenden auf die pelle rücken und einfordern, dass offengelegt wird, wer ihnen die daten veräußert hat. um dann die adressenhändler anzuschreiben und sie aufzufordern, die persönlichend daten aus der datenbank zu löschen. aber so etwas funktioniert nur, wenn sich viele daran beteiligen.
artikel der süddeutschen zeitung zum thema: http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/computer/artikel/40/169546/