sprache scheint dann am lebendigsten, wenn sie worte wählt, die up-to-date sind, wenn sie den zeitgeist in sich aufnimmt. das heißt nicht, dass der klassiker nicht mehr zu verstehen ist, doch gedanklich muss der aktuelle bezug hergestellt werden. dies unterstützt entweder die regie durch ihre inszenierung oder das eigene gedächtnis.
im kreativen schreiben kann es aber noch einen schritt weitergehen, durch die neukombination von bekanntem, von slang oder originalsprache ergeben sich neue worte. sprache ist dann lebendig, wenn sie sich ständig weiterentwickelt, das spiel mit den worten nicht scheut. doch was tun, wenn mir kein neues wort einfällt, der treffende ausdruck sich verflüchtigt hat?
auch hier bietet das internet abhilfe. die universitäre seite “wortwarte” listet seit dem jahr 2000 neologismen der deutschen sprache auf. so kann der kreativ schreibende auf begriffe, wie:
Bumpernut, die
Fantastrilliarde, die
Goldfarming, das
Losership, das
Mobilsurfstation, die
Mobilweb, das
Powerleveller, der
Schlummergenerator, der
Spekulationsvehikel, das
Vaterschaftsanfechtungsverfahren, das
Vaterschaftsfeststellungsverfahren, das
Videoatlas, der
zurückgreifen. (die begriffe sind übrigens allein von letztem samstag.) er findet sogar den zusammenhang, in dem dieser begriff, dieses wort verwendet wurde.
und der katalog der wortschöpfungen bietet eine riesige spielwiese für schreibanregungen an. was will man mehr? zu finden ist die wortwarte unter: http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/