handschrift - wozu noch?
24. April 2008 von christof
virtuelle welten verändern das schreibverhalten. es wird getippt, nicht auf dem lottoschein, auf der tastatur. das geht bei gewisser übung schneller und wird zum beispiel als “unicode (utf-8)” von jedem computer verstanden. ja durch die schrift können ganze abläufe programmiert werden.
wie viele zeitungen (tages- oder wochen-) hat auch die süddeutsche in den letzten jahren ableger produziert. so gibt es inzwischen sz-wissen, die monatliche wissenschaftszeitung. die neuste ausgabe widmet sich der handschrift. leider sind nur leseproben der jeweiligen ausgabe im internet einsehbar. so gibt es einen selbstdiskurs über handschrift vs. maschinenschrift hier (http://www.sueddeutsche.de/wissen/special/921/43878/index.html/wissen/artikel/681/168195/article.html) zu lesen. der längere dazugehörige artikel über die (be)deutungen von handschriften kann nur dem gekauften exemplar entnommen werden. hierbei geht es vor allen dingen um mögliche rückschlüsse auf die psychische verfasstheit der schreibenden aufgrund ihrer handschrift. vielleicht ist es doch ganz gut, dass die handschrift immer mehr verschwindet?
ein weiterer artikel des hefts beschäftigt sich mit der verwundbarkeit des cyberspace. er greift die durchtrennung eines überseekabels vor zweieinhalb monaten durch einen anker auf. dieser unfall hatte zur folge, dass mehrere golfstaaten kaum mehr zugang ins internet hatten. denn technik ist anfällig, und wie können ausfälle umgangen werden. die frage stellt sich, je mehr bedeutung die virtuellen welten für den alltag bekommen.