sicherlich kennen die meisten das gesellschaftsspiel “tabu”, das ein erraten von wörtern ist, ohne bestimmte begriffe zu verwenden. literatur lebt auch davon, dass bestimmte situationen, begriffe oder gefühle nur angedeutet oder umschrieben werden, um die atmosphäre mehr hervortreten zu lassen.
nun kann man, sollte man es zuhause haben, das spiel hervorholen, eine karte nehmen und einen begriff schriftlich mit eigenen worten umschreiben, ohne die tabu-wörter zu verwenden. diese umschreibung sollte möglichst kurz ausfallen. spannender wird das ganze, wenn man anderen diese umschreibung vorstellt und diese erraten sollen, was man umschrieben hat.
diese form lässt sich wunderbar als schreibspiel in schreibgruppen durchführen. es ist aber auch möglich, sich im laufe der zeit eine kleine datenbank mit umschreibungen zuhause anlegen. man wählt einen begriff, notiert die wörter, die man damit besonders in verbindung bringt und schreibt dann über den begriff, ohne dieses wörter zu verwenden. diese notizen kann man entweder als karteikarten ablegen oder im computer speichern. und sollte man an einer geschichte sitzen, die eine umschreibung benötigt, kann man in seinem realen oder virtuellen karteikasten nachschlagen.
durch die schreibtechnik kann das gespür für die sprache ausgebaut werden, denn die deutsche sprache lässt unglaublich viele feinheiten zu, die geeignet sind, atmosphären zu schaffen.