Tagesarchiv: 21. März 2008

schreibidee (1)

manchmal fehlen die ideen zu einer geschichte. oder man überlegt, was man als nächste aufgabe seiner schreibgruppe anbieten könnte. das internet ist eine unerschöpfliche fundgrube. vielleicht auch mal für eine schreibaufgabe (die erste werde ich am sonntag formulieren, für die die lust haben mitzumachen 😉 ).

gute vorlagen sind bilder, und im speziellen fotografien. und noch viel besser, dokumentationsfotos, da sie bilder aus dem leben zeigen. hier sei ein homepage empfohlen (leider nur auf spanisch und englisch), die eine enorme auswahl an reportagefotos, teilweise auch dazugehörige artikel aufweist. selbst wenn man nicht schreiben möchte, lohnt sich ein blick auf die seite. in einer schreibgruppe bestünde die möglichkeit, gemeinsam ins netz zu gehen, jede(r) wählt sich ein foto aus, zu dem geschrieben wird und anschließend werden die geschichten mit foto präsentiert. der verknüpfungen und variationen sind keine grenzen gesetzt. weitere ideen zu der seite können gerne hier veröffentlicht werden.

die gruppe heißt ojodepez und die homepage ist zu finden unter: http://www.ojodepez.org/cgi/php/index.php?lg=es . bei der organisation handelt es sich um den versuch, gesellschaften kritisch abzubilden.

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briefe zum hören

und noch ein hinweis von evelyn, den ich auch gerne weitergebe. kombieniert er doch das schreiben mit dem hören und eventuell noch das lesen vorher auf der homepage des deutschlandradio kultur. am 24ten märz wird um 18.30 uhr ein hörspiel gesendet, das von briefe elias canettis und seiner Frau an georges canetti handelt. georges canetti ist der bruder von elias und am institut pasteur in hoher position. lust, liebe und leid in neunzig minuten. mehr infos sind unter http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/hoerspiel/744543/ zu finden.

lili – forum für literaturschaffende und literaturinteressierte

wie schon in einem kommentar erwähnt, gibt es in österreich, region vorarlberg, einen stetig wachsenden kreis von der literatur zugewandten menschen. dieser kreis betreibt eine eigene homepage, betreut von evelyn, die alles bietet, was eine homepage über literarisches benötigt. ob es sich um die ankündigung von schreibgruppen, lesungen oder vorträgen handelt oder ob man sich dafür interessiert, welches die nächsten anstehenden schreibwettbewerbe sind, es kann hier erfahren werden. die seite ist immer sehr aktuell und verlinkt zu weiteren nachrichtenquellen. sie bezieht sich auf die deutschsprachige literatur und ist eine fundgrube für jeden literaturschaffenden, nicht nur aus österreich. viel spaß beim besuch unter http://www.li-li.at/ .

briefe schreiben, briefe lesen – eine radiosendung

dank evelyn, hier ein link zu einer radiosendung des swr 2 (südwestrundfunk). im jahr 1992 wurde der schwäbische dichter albrecht goes interviewt, der sein leben lang viele briefe geschrieben und empfangen hat. thema des interviews sind briefe, auch als lebenszeugnis. die sendung kann im internet angehört werden oder das manuskript für den privaten gebrauch runtergeladen werden. zu finden unter: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/leben/rueckschau/-/id=660144/nid=660144/did=3173190/sf4d1k/index.html .

briefe schreiben

was ist ein brief? erst einmal ein verfasster bericht, eine emotionale nachricht, verfasst, um ihn loszuwerden. dann versendet und mit zeitlicher verzögerung beim empfänger eingetroffen. doch briefe sind, in der rückschau, wie tagebücher, biografische zeugnisse, also lebensgeschichten. der handgeschriebene brief ist in den letzten jahren aus der mode gekommen.was nicht heisst, dass sich gegenseitig keine nachrichten mehr gesandt werden. wahrscheinlich wird mehr denn je geschrieben. als mail, als sms oder letztendlich, da auch schriftlich, im chat. dabei handelt es sich meist um kleine, wenn nicht mini-briefe oder -postkarten. verändert durch die geschwindigkeit der übermittlung, hat sich das schreibverhalten. enthalten mail und sms meist nur eine kurze rückschau in die vergangenheit, sind briefe oft biografische berichte. hat bei mails der sender automatisch „einen durchschlag“ (eine kopie) und kann diesen abspeichern, wird der hangeschriebene brief oft einfach so versendet. woraus sich oft die frage bei der antwort auf den brief ergibt, was hatte ich eigentlich geschrieben? auf der anderen seite werden briefe länger aufbewahrt, dagegen werden mails gerne bald gelöscht, das biografische gedächtnis also unwiderruflich beseitigt.der brief kann als literarisches stilmittel verwendet werden. beim biografischen schreiben, aber auch beim kreativen schreiben ist er ein gutes als vehikel für schreibübungen. wegen seines aufwendigeren verfahrens ist der handgeschriebene brief auch ein zeichen der wertschätzung.