Tagesarchiv: 22. März 2008

web 2.0 und kreatives schreiben

„möglichkeiten“ ist das zauberwort des web 2.0. im gegensatz zum schlichten begriff „web“ soll das „2.0“ suggerieren, dass es um eine fortentwicklung des vorgängers geht. das stimmt nicht ganz. der technische hintergrund ist immer noch der gleich, nämlich meist die programmiersprachen „html“ und „java“. doch das web 2.0 ist sozusagen benutzerfreundlicher. es verlangt vom einzelnen keine großen kenntnisse mehr in den programmiersprachen und im hypertext. es bietet eine art formular, das mit inhalten, bildern, musik oder anderen audiodaten gefüllt werden kann.so leicht wie dieser blog zu erstellen war, so leicht kann sich jeder an die öffentlichkeit mit eigenem begeben. und dabei sind der kreativität kaum grenzen gesetzt. außer der tatsache, dass es visuell abbildbar sein sollte. das ist bei geschriebenem aber nicht das problem, ist lesen doch eine visuelle angelegenheit. und viele computer können die texte auch vorlesen, sollte man selber verhindert sein, zu lesen.doch web 2.0 bietet dem kreativ schreibenden menschen noch viel mehr möglichkeiten. die vielfältigsten finden sich im layout. soll heißen, wenn lesen schon visuell ist, dann kann ein text natürlich sehr leicht weiter visuell aufbereitet werden. auch hierzu gibt es die entsprechenden programme, um nicht mehr alles selber in binäre formeln packen zu müssen. das layout kann das kreative schreiben beflügeln, wenn man sich zum beispiel die präsentation des textes während des schreibens schon überlegt. es kann den text und seine aussagen verstärken. ebenso kann der text aber auch überfrachtet werden mit visuellen reizen, so dass die eigentliche aussage dahinter verschwindet. oder tolle und wichtige texte können vom publikum ignoriert werden, da sie kein ansprechendes layout bieten.es ist heute feststellbar, dass die visualisierung voranschreitet. man wird in absehbarer zeit, wenn man mit seinen kreativen schriftstücken beachtet werden will, wahrscheinlich nicht darum herumkommen, sie visuell aufzubereiten. deshalb zum beispiel auch einen weblog zur schreibpädagogik. das medium nicht zu nutzen, trennt einen in der zukunft von vielen potentiellen interessenten und lesern. die verlagerung des lebens in die virtualität wird kaum aufzuhalten sein. das kann man bedauern, widerstand leisten, oder, soweit es einem möglich ist, nutzen. beim kreativen schreiben ist das web 2.0 meiner ansicht nach auch eine bereicherung, neben allen (gesellschaftlichen) problematiken.

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datenschutz und schreiben im netz

wie schon erwähnt, ist die verwendung gespeicherter daten von staatlicher seite durch das bundesverfassungsgericht erst einmal stark eingeschränkt worden. doch wie sieht es generell mit dem datenschutz im netz aus? da wird es schwierig, da sich in die öffentlichkeit begeben, immer damit verbunden ist, daten von sich preis zu geben. wieviel man über sich schreibt, sollte man sich im vorfeld gut überlegen. denn so leicht einen andere lesen können, so leicht können sie auch die daten gegen einen verwenden. Weiterlesen