Tagesarchiv: 26. März 2008

frauen und männer und blogs

nicht dass wir uns eigentlich schon lang entschieden hatten, die grenzen zwischen den geschlechtern aufzuheben. anscheinend bestehen sie weiter, auch im internet. gut, es gibt sie, was die bloggerei betrifft kaum mehr, aber bei der rezeption von blogs anscheinend doch noch. woran das liegt, bleibt wahrscheinlich ein immerwährendes rätsel. dass männer besser schreiben als frauen, kann es nicht sein. verschiedene forscher versuchen, dem phänomen auf die spur zu kommen. vielleicht finden sie ja einen grund. so lang ist frauen zu empfehlen, unter einem männlichen label ihren blog zu veröffentlichen, wenn sie höher bewertet werden wollen. oder hat es gar mit den inhalten zu tun, doch warum? hier ein interview von der jugendhomepage der süddeutschen zeitung unter: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/425929 .

Werbeanzeigen

das stichwort als „tag“

bei dem selbstversuch einen blog zu schreiben, geschieht es mir immer wieder, nicht zu wissen, welche stichworte ich denn einem beitrag zuordnen soll. entweder gestaltet sich die überlegung als zu reichhaltig, soll heißen, bis ich den beitrag umfassend beschrieben finde, sind mir dreissig stichwörter eingefallen, die ich alle auflisten könnte. bei einem buchtipp wäre es dann eher hilfreich nur den buchtitel zu nennen, aber ein wenig umschreibung erscheint nötig. erst dachte ich, den schnickschnack kann man weglassen. aber ich lernte dazu, dass inzwischen weltweit im web 2.0 die „tags“ gelistet werden und es sogenannte „tag-surfer“ gibt, die sich ausschließlich entlang der stichworte bewegen. da ist es mir natürlich ein anliegen, die schreibpädagogik bekannter zu machen. aber auch dies ist ein trugschluss, denn dieses stichwort landet natürlich unter ferner liefen. die aktuellen tags lauten: Politics News Life Music Family Personal Religion Art Travel Random Thoughts Photography Food All Books Poetry Media Culture Friends Entertainment Love Video Health Humor Writing Technology Events Blogging Sports Photos Business History Barack Obama Movies Education Christianity Faith Reviews Radiant penguin Relationships Work Hillary clinton Rants Science Opinion Videos Blog Internet Fun School Iraq Philosophy Fashion Church Holidays Film Drama God Spirituality Announcements YouTube People TV Television Action Musings War Marketing Obama Recipes Comedy Environment The Page Children Miscellaneous Misc Journal Race Nature Quotes Design Democrats Home Society Me. zumindest bei wordpress.com . interessant finde ich, dass niemand über sex schreibt, sind doch die bei den suchmaschinen am häufigsten eingegebenen begriffe sexueller art. es gibt da wohl noch ein web 3.0, das irgendwie nebenher läuft.

lyrik zum hören

manche literarischen werke entfalten ihre wirkung erst, wenn sie mehr oder weniger laut vorgetragen werden. dies gilt besonders für die lyrik, das sie ihre kraft oft mit hilfe des rhythmus verstärkt. ein unesco-projekt hat sich zum ziel gesetzt, lyrik im netz hörbar zu machen. dabei wird in alten radioarchiven gekramt, um tondateien erstellen zu können, in denen die dichter ihr eigenes werk rezitieren. inzwischen ist ein vielsprachige und vielfältige seite entstanden, die interessante beiträge enthält. wenn zum beispiel der rätselhafte paul celan, über dessen gedichte viel spekuliert wird, seine „todesfuge“ selber vorträgt. notwendig dafür ist der realaudioplayer. und zu finden ist die seite unter http://lyrikline.org/ . das kann schon mal einen satz heiße ohren geben 😉

lesen für lau im internet

das internet und web 2.0 sind nicht nur ein hort der selbstverfassten ergüsse, sondern sie sind auch ein depot der weltliteratur. denn auch literatur verliert nach einer gewissen zeit, wenn keine nachkommen den schatz hüten, das copyright. und diese literatur wird auf manchen seiten des netzes gesammelt. das bekannteste deutschsprachige ist das projekt gutenberg-de. hier finden sich beinahe alle klassiker, von lesern abgetippt und digitalisiert. sehr empfehlenswert zu stöbern und lesen. zu finden unter http://gutenberg.spiegel.de/ .eine ähnliche sammlung gibt es in den usa, das internetarchiv, das nicht nur literatur bereit hält, sondern auch filme und audio-beiträge. hier holpert es manchmal ein wenig bei hören, sehen und suchen, die seite scheint oft überlastet, ist aber auch eine fundgrube. die suche gestaltet sich nicht ganz einfach, ist die seite wegen der fülle etwas unübersichtlich. aber zu finden ist das alles unter http://www.archive.org/index.php . 

und ein riesiges projekt unternimmt google zur zeit. ganze bibliotheken sollen für das internet erfasst werden. hier bleibt nur zu hoffen, dass sie dann auch jedem zur verfügung stehen und zum einen nichts kosten, bei google zum anderen aber auch, nicht alle daten des users weiterhin so vehement erfasst werden.

„erst lesen. dann schreiben“ – ein buchtipp

immer wieder stellt sich schreibenden menschen die frage: wie kommen schriftsteller dazu, zu schreiben, ja, so schreiben zu können? das fragten sich stephan porombka und olaf kutzmutz als herausgeber auch und sie kamen auf die idee, vielleicht lesen schriftsteller auch viel. neben dem vielen lesen, ist einer der wege, sich dem schreiben an zu nähern, das kopieren. ein buch gelesen zu haben, dessen stil einen so fasziniert, dass man versucht ihn nachzuahmen. also befragten sie mehr oder weniger bekannte schriftsteller, welches buch sie besonders beeinflusst hat in ihrer schreibkarriere. heraus kam dabei das buch „erst lesen. dann schreiben – 22 autoren und ihre lehrmeister„.

nicht jeder beitrag in diesem buch erscheint einem nachvollziehbar. mancher beitrag weist auf eine etwas langweilige bildungsbürgerliche haltung hin. aber spannend erscheint mir, dass jeder schreiber ein buch benennen kann, das ihn inspiriert hat zu mehr, das eine handlungsanweisung für zukünftiges darstellte und das unvergessen ist. also, mal lesen und sein eigenes vorbild suchen. wieso nicht in einer schreibgruppe die vorbilder zusammentragen? zu finden bei „sammlung luchterhand“, luchterhand literaturverlag, 2007, münchen, ISBN 978-3-630-62115-9