„verteidigung des privaten“ – ein buchtipp

vielleicht ist die situation bekannt? man sitzt in öffentlichen verkehrsmitteln, hält ein buch in händen und versucht dies zu lesen. an der nächsten haltestelle setzt sich ein mensch neben einen, das handy am ohr und brüllt: „nein glaub ich nicht!! krebs hat sie? was denn für einen krebs?…“. ab diesem moment kann man das buch weglegen, da einen interessiert, was es denn nun wirklich für eine krebssorte ist und um wen es geht. doch man wird es nie erfahren. gleichzeitig drang aber der mensch in die eigene privatsphäre ein. würde man ihn darauf ansprechen, würde er diesen vorgang von sich weisen und zu verstehen geben, dass man ja nicht zuhören müsse.der autor wolfgang sofsky, soziologe, zeigt in seinem buch „verteidigung des privaten – eine streitschrift“ die vielen aspekte unseres alltags auf, in denen die privatheit immer stärker zurückgedrängt wird. und er unternimmt, mal erfolgreich, mal etwas weniger erfolgreich, den versuch die gründe für diese entwicklung aufzuschlüsseln. interessant erscheint mir das buch, da es die vielen verschiedenen aspekte miteinander verknüpft zu einer großen frage, warum lassen wir uns das eigentlich gefallen? wenn man das buch ausgelesen hat, möchte man gerne seine privatheit sofort mehr schützen. Erschienen beim Verlag C.H. Beck, München, 2007, ISBN 978-3-406-56298-3. 

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