Tagesarchiv: 1. April 2008

wie man „am Narrenseil führen“ im weblog überlebt

Als Opfer einer öffentlichen Narrenseilführung am 01. April in „schreibschrift“ durch einen scheinbar seriösen Autor möchte ich mich selbst erklären und retten, indem ich mir Thesen „anschreibe“, wie man mit so einer durchaus bizarren Angelegenheit umzugehen hat.

  • Man legt sich flach auf den Boden und tut so, als sei man nicht existent.
  • Man läßt sich eine bessere Gemeinheit für den Übeltäter einfallen
  • Wenn man keine bessere Gemeinheit parat hat, schreibt man einen Kommentar und behauptet, alles sei nicht ernst gewesen, sondern nur ein freundliches „Mitspielen in den 1.April“
  • Man ändert seinen Autorennamen und sein Bild und verschwindet auf der Bildfläche, versucht aber systematisch den „Narrenseilführer“ rücklinks fertig zu machen 😉
  • Man redet sich ein, dass man im weblog keine Identität hat
  • Man gibt zu, dass man reingefallen ist und dass man unter zu viel Schreibpädagogik leidet, weil man als Schreibberaterin die ganzen Schreibtechniken verflucht und nicht mehr sehen kann
  • Man versucht zu belegen, dass die These zum „mindmap“ tatsächlich stimmt
  • Man schneidet das Narrenseil einfach durch.

oder hat sonst noch jemand eine Idee??? 

ist mindmapping gefährlich? – APRIL, APRIL !!!

für bücher, aber auch für die struktur von biografien werden gerne mindmap-programme verwendet, die eine visualisierung der struktur ermöglichen. die zeitschrift „nature“ veröffentlichte in ihrer april-ausgabe eine untersuchung von neurobiologen, dass das mindmapping die gehirnregionen des strukturellen denkens lahmlegt und bei häufiger anwendung zu einem rückgang der assoziativen fähigkeiten im gehirn führt. sie empfehlen nur noch stichworte zu notieren, aber von der visualisierung der eigenen gedanken abzusehen. man könne ja bilder mit assoziativem charakter zu den stichworten malen. doch die lineare verbindung der gedanken suggeriere dem gehirn, dass es einfache verknüpfungen gebe, und somit werden weitere denkanstrengungen nicht mehr unternommen. der vollständige artikel ist hier zu finden.

kunstzeitungen im netz

eine weitere chance der interdisziplinarität des netzes besteht in der möglichkeit, neue formen der verbreitung eigener werke zu wählen. meist, solang man damit kein geld verdienen möchte. ich möchte hier zwei internet“zeitungen“ oder besser kunstsammlungen vorstellen, die ein bild davon liefern, was alles möglich ist. diese beiden virtuellen verlage bieten meiner Ansicht nach eine fülle von ideen, die auch schreibanregungen sein können, oder anregungen dafür die eigene kreativität einem größeren publikum zur verfügung zu stellen. neben dem kreativen schreiben, das in diesen beiden zeitungen nur in ein paar gedichten oder wortspielen auftaucht, bieten malerei, fotografie  und animation eine riesige bandbreite, einen ausdruck für sich zu finden.

beide zeitungen müssen heruntergeladen werden.

die eine, „humus„, wird als flash-animation angezeigt, in der form eines moleskine-bandes, der durchgeblättert werden kann. sie ist zu finden unter: http://www.humus.nu/ .

die andere, „destructed„, kann als pdf- oder rar-datei heruntergeladen werden. sie bietet zudem eine enorme datenbank der beteiligten künstlerInnen an mit verweisen zu deren persönlichen homepages. die downloads sind zu finden unter: http://www.destructed.info/index.php .

weblogs und interaktivität

nach der diskussion mit bianca hier noch ein paar gedanken zu den möglichkeiten der interaktivität in weblogs. generell ist die struktur der blogs auf interaktivität ausgerichtet, beinahe auf unbeschränkte vernetzung und verknüpfung. doch dies basiert hauptsächlich auf verweise und kurze kommentare. die eigentliche interaktion zwischen subjekten kommt eher selten vor. unter interaktion verstehe ich eine für gewisse zeit ununterbrochene kommunikation, die auch zu einem realen (mit hilfe der virtualität zustande kommenden) sozialen kontakt führt. das lässt den weblog hinter manche andere kommunikationsform zurücktreten. Weiterlesen