Tagesarchiv: 5. April 2008

buchkritiken im web

solange das projekt „buchkritiken in diesem blog“ oder in einem extra blog ein wenig den rahmen sprengt, sei hier eine seite im internet empfohlen, die seit 1999 gemeinsam von den universitäten marburg und gießen betrieben werden. es erscheinen auf dieser homepage in regelmäßigen abständen newsletter, die zum einen zu einem thema rezensionen und artikel enthalten und noch eine zusätzliche sammlung aktueller rezensionen. wer gerne liest, sich dabei auch gerne von kritiken anderer leiten lässt, der sollte dort einmal vorbeischauen. zu finden ist die seite unter: http://www.literaturkritik.de/public/welcome.php

schreiben und spielen

schreiben ist ein kreativer akt, selbst wenn es sich um wissenschaftliche oder journalistische texte handelt. und kreativität speist sich immer aus gedankenspielen. ob es um die einzelne formulierung geht, um die textstruktur oder die grundidee. beim schreiben werden verschiedene variationen durchgespielt.

zum spiel gehört auch, dass ich verlieren kann, einen text also verwerfe oder dass ich gewinnen kann, ihn veröffentliche. und ich weiß vorher normalerweise nicht, was am schluss dabei herauskommt. ich kann beim spielen strategien anwenden, mich dem spiel überlassen oder es auch abbrechen. vor allen dingen lerne ich durch das spiel. ich lerne neue perspektiven und aspekte. noch vielfältiger wird ein spiel, wenn mehrere zusammenspielen. denn dann multiplizieren sich die ideen, ich schaue über meinen subjektiven tellerrand hinaus und bin meist mit unerwartetem konfrontiert. ein versuch dieses in-unbekannte-regionen-ausschwärmen ein wenig zu kanalisieren stellen in der schreibpädagogik die schreibspiele dar. die begrenzung durch die spielregeln reicht von sehr eng bis extrem weit. und den ideen ist keine grenze gesetzt.

zu jedem thema, über das geschrieben werden kann, kann letztendlich auch ein spiel ersonnen werden. und es können spiele sein, die sich weniger um das gewinnen drehen, denn um das gemeinsame erlebnis des spiels. denn die spiele, die zu einem veröffentlichbaren ergebnis führen sollen, werden meist ab einem bestimmten punkt ernst, können in einem schreibwettbewerb enden. aber die spiele um des spielens willen können ohne die konkurrenzsituation auskommen. so kann ein spiel unterbrochen und ein andermal weitergeführt werden. oder es kann variiert werden und sich zu einem neuen spiel entwickeln.

begibt man sich im internet auf die suche nach schreibspielen, findet man meist spiele für kinder oder links zu einem buchversand. wenn man erwachsen ist, ist anscheinend der spaß vorbei. das ist schade. vielleicht bietet sich dieser blog im laufe der zeit an, schreibspiele zu erfinden, zu veröffentlichen und zu spielen. eine weitere perspektive für die nächste zeit. jede idee wird hier gerne veröffentlicht.

Geschützt: schreibaufgabe (1) – ergebnisse

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texte zur schreibaufgabe (1) bitte jetzt einreichen

wenn noch texte zur schreibaufgabe (1) fertig sind, können diese bis morgen eingereicht werden. danach wird es eine neue schreibaufgabe geben. ich freue mich über jeden beitrag. texte bitte an diese mailadresse senden.

die einflussreichsten blogs der welt

der „observer“ aus großbritannien hat sich die mühe gemacht, eine gewichtung der weltweit zu lesenden blogs vorzunehmen. nun gut, die arbeit musste nicht von der zeitung allein vorgenommen werden, sind doch inzwischen die meisten blogs an zählmaschinen angeschlossen. übrigens verzeichnete dieser blog in zweieinhalb wochen über eintausend besucher. das kommt natürlich so gar nicht an die großen blogs ran, aber spielt auch nicht wirklich eine rolle, so lang einfach manche hier das finden, was sie suchen. aber mir gefällt es, auch wenn zwei drei besucher etwas zum thema „schreibschrift“ suchten, das wird leider nicht geboten. jedenfalls hat die redaktion des observer noch weitere gewichtungen vorgenommen. sie hat auch die einflüsse des blogs betrachtet. erstaunlich scheint dabei, dass es sich nicht nur um politische blogs handelt, auch nicht um tagebücher im web, sondern sie sich mit computertechnik und vor allen dingen satire auseinandersetzen. das zeigt, dass ein bissiger kommentar manchmal mehr einfluss hat, als sachlicher artikel. doch die grenzen sind verschwimmend. wie in der zeitung zu lesen war, boomen in den usa zu zeit blogs, die nachbarn denunzieren. in diesen blogs werden laute und nervige nachbarn beim namen genannt und fotos von ihnen abgebildet. das ist dann keine satire mehr, sondern nur noch in den blog verlagerter streit. doch die laut „observer“ einflussreichen blogs können erst einmal hier eingesehen werden: http://www.guardian.co.uk/technology/2008/mar/09/blogs