Tagesarchiv: 11. April 2008

schreiben und emotionen

 

„er raufte sich die haare und sah ihm nach.“ so sieht eine geschriebene emotion aus, ein gefühl, das nur umrissen wird. dem leser dieses einen satzes bleibt es überlassen, sich zu fragen, wie der auslöser aussehen könnte. was war passiert?

hier wird es spannend und wäre eine umfrage wert, was sich jede(r) einzelne für einen hintergrund zu situation vorstellt. ich glaube, es gäbe so viele verschiedene beschreibungen, wie antworten. ähnlich ist es, wenn alle aufgefordert werden, dieses gefühl weiter zu schreiben. Weiterlesen

schnickschnack (7)

wo ist das ende des internets? es gab mal auf radio eins in einer computersendung die rubrik zum ende des internets. es stellte sich die frage, ob es wirklich seiten gibt, die nicht weiterführen.

inzwischen erscheint die informationsflut unendlich. diesen gedanken hat der provider „orange“ aufgegriffen und in großbritannien eine seite ins netz gestellt, die den eindruck erweckt, dass sie nie enden wird. die reise in die unendlichkeit kann man sich versüssen mit verschiedenen kleinigkeiten. ob es diverse tiere oder wesen sind, die angeklickt, eine reaktion zeigen, bäume, die man durch die jahreszeiten schicken kann, mendelsche experimente, worträtsel oder kleine dino-kompositionen, die fülle scheint unendlich. und doch wiederholt sich auch manches. verspielte naturen werden ihre freude haben. allein, was der angler so alles zu tage fördert, wenn man ihn anklickt. die seite ist zu finden unter: http://unlimited.orange.co.uk/flash/go

„stilfibel“ – ein buchtipp

kreatives schreiben zeichnet sich dadurch aus, dass schreibstile nicht im vordergrund stehen. doch mancher text erlangt seine wirkung erst dadurch, dass ein guter schreibstil ihn befördert. die krux besteht darin, dass deutsch viele wortspiele zulässt, gleichzeitig aber über eine komplizierte grammatik verfügt. und nach zwei rechtschreibreformen, die älteren semester unter uns, bei manchem wort ins schlingern geraten.

da kann geholfen werden. ludwig reiners hat die „stilfibel – der sichere weg zum guten deutsch“ veröffentlicht. das buch ist nicht neu, sondern behauptet sich seit 45 jahren auf dem buchmarkt. anscheinend hat sich bei den stilfragen in den letzten jahrzehnten nicht viel geändert. auf den ersten blick erscheint das buch ein wenig unübersichtlicht. aber auf den zweiten erkennt man, dass es sich an praktischen beispielen entlang arbeitet. die kapitel sind wie kleine lektionen aufgebaut, die sowohl eine frageecke haben, als auch aufgaben zur bearbeitung bieten.

ein blick in dieses buch kann bei einem guten stil aber auch beim stilbruch hilfreich sein. es ist 2007 im deutschen taschenbuch verlag (dtv) erschienen. ISBN 978-3-423-34-358-9