Tagesarchiv: 17. April 2008

wissenschaftliche online-zeitungen

neben informativen blogs, homepages von wissenschaftlichen instituten oder einzelnen wissenschaftlerInnen und einer großen bandbreite von lexika bietet das internet noch eine weitere reichhaltige informationsquelle. die online-zeitungen.

sie werden meist von einem institut, einem verbund von wissenschaftlern oder einer autorengruppe herausgegeben. sie bieten gebündelt wissenschaftliche artikel zu einem schwerpunktthema. dabei bewegen sie sich auf dem niveau des aktuellen wissenschaftlichen stand.

so gibt es eine schöne sammlung von sozial-, geistes- und erziehungswissenschaftlichen zeitungen, die sich schwerpunktmäßig auch mit dem internet und computern beschäftigen. die sammlung mit vielen links ist zu finden unter: http://wiki.pruefung.net/Wiki/OnlineZeitschriften

leider sind diese formen des fachlichen austauschs immer noch üblich. würde sich doch eine viel größere vernetzung des wissenschaftlichen arbeitens erreichen lassen. hier spaltet sich, vor allen dingen in deutschland, noch die gesellschaft, in die gruppe derer, die viel über das internet kommunizieren und die, die sich nicht auf den neuesten technischen stand bringen wollen, da sie vorbehalte hegen. im laufe der zeit könnte dies zu einem generationsproblem in der wissenschaftlichen welt werden, wird bei der jüngeren generation die bereitschaft, sich artikel in der bibliothek zu kopieren, abnehmen.

handel mit nutzer-profilen

die süddeutsche zeitung hat in ihrer heutigen ausgabe das thema der datenerfassung im internet aufgegriffen. denn neben der erfassung durch den staat gibt es noch eine ganz andere form.

wie hier schon erwähnt, werden unglaublich viele daten der user von kommerziellen anbietern erhoben. diese daten werden schon seit längerer zeit von firmen gebündelt, die versuchen mit hilfe aller verfügbarer information zu einer person profile zu erstellen. diese profile verkaufen sie dann an andere firmen, die dadurch versuchen individuelle werbung zu schalten. ähnlich der telekom, die die adressen aus dem telefonbuch verkauft.

es gibt zum beispiel in deutschland firmen, die daten aus dem internet, aus einer wohnumfeld-analyse und aus schufa-auskünften sammeln und profile erstellen, um werbedatenbanken zu erstellen. das alles läuft im hintergrund ab und der verbraucher, konsument erfährt davon nichts. er merkt es nur dadurch, dass sich immer wieder bestimmte postwurfsendungen in seinem briefkasten befinden. ein journalist hat einmal versucht die werbenden firmen zu fragen, woher sie denn seine adresse hätten. er bekam keine antwort.

doch das ist wahrscheinlich die einzige möglichkeit, sich gegen den papier-spam und die nervigen telefon-verkaufs-befragungen zu wehren. fragen, woher die adresse stammt und jegliche kommunikation zu verweigern. richtig effektiv wäre es, wenn alle menschen den werbenden auf die pelle rücken und einfordern, dass offengelegt wird, wer ihnen die daten veräußert hat. um dann die adressenhändler anzuschreiben und sie aufzufordern, die persönlichend daten aus der datenbank zu löschen. aber so etwas funktioniert nur, wenn sich viele daran beteiligen.

artikel der süddeutschen zeitung zum thema: http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/computer/artikel/40/169546/

porträt einer tagebuchschreiberin – ein filmtipp

ein vorteil ist es, je beliebter das internet wird und umso besser die technischen möglichkeiten sind, desto leichter lassen sich verpasste sendungen nachholen. so kam am 15ten april in der sendereihe „37 grad“ des zdf der film „das mädchen mit den neun perücken„. sie handelt von der niederländischen schriftstellerin sophie van der stap, die jung an krebs erkrankte, die krankheit überwand und über die zeit ein tagebuch verfasste, das sie veröffentlichte.

da das zdf inzwischen viele filme ins netz stellt, kann der film auf dem computer angesehen werden. einfach auf diesen link hier klicken und auf der seite den link zur mediathek anklicken. alles weitere findet sich dort. und noch viel mehr infos. hier zeigt sich, dass schreiben oft auch einen therapeutischen effekt haben kann. der tipp stammt von karin, danke dafür.