Tagesarchiv: 20. April 2008

schreibidee (10)

ein blick auf die aktuelle mode zeigt, die großen muster mit kräftigen farben sind wieder im trend. die welt wird bunter und die 70er lassen grüßen. ein schöner anlass für diese schreibaufgabe.

das verfassen farbiger texte kann eine interessante anregung sein. entweder wählen die schreibgruppenteilnehmerInnen ihre lieblingsfarbe aus oder sie ziehen kärtchen auf denen eine farbe notiert ist. anhand der farben werden geschichten, gedichte oder andere texte verfasst. so entstehen fliederfarbene, sonnengelbe, kotzgrüne oder blutrote texte, die anschließend auch in den entsprechenden farben gestaltet werden können.

erweitert könnte die idee noch durch farbmischungen werden. so werden erst einmal zwei texte von jeder teilnehmerin zu den grundfarben blau, gelb und rot verfasst. anschließend wird eine farbe weitergegeben. und aus den zwei texten, den die schreibgruppenteilnehmerInnen dann in den händen halten, wird ein text gemacht. so können violette, orangene oder grüne texte entstehen, aber auch doppelt blaue, gelbe und rote. ganze farbpaletten können herangezogen werden. bei lindgrün würde zum beispiel ein text mit viel gelb, und weniger blau entstehen. also eine bunte schreibangelegenheit. und wer will kann sich noch gedanken zu den großen mustern machen. doch jede schreibgruppe wird sowieso ihr eigenes muster entwickeln.

spritz – ein zeitschriftentipp

viele zeitschriften stellen sich im internet vor. aber selten trifft eine seit jahren die entwicklung so vortrefflich, wie die zeitschrift „spritz – sprache im technischen zeitalter„.

es ist nicht zu leugnen, unsere sprache verändert sich beständig. was sich als erstes ändert ist nicht klar, ob die sprache oder die technischen kommunikationsmittel. schon bevor die e-mail ihren siegeszug antrat, gab es fax, davor telefax, das telegramm (von der wortwahl der sms nicht fremd) oder das telefon.

doch nicht allein damit beschäftigt sich „spritz“. generell geht es um „aneignung von wirklichkeit ist aneignung von sprache“ zum beispiel in der moderne. heute dann postmoderne und post-post-moderne und ihre literatur. dabei bietet jede ausgabe verschiedene schwerpunkte. die texte sind zum großteil leider nicht verfügbar, da die zeitschrift zu bestellen ist. aber etliche texte, vor allen dingen aus der rubrik „auf tritt die poesie“ sind verfügbar. es lohnt sich, einen blick drauf zu werfen. und wer interesse gefunden hat, kann sich die zeitschrift zukommen lassen.

die homepage ist zu finden unter: http://www.spritz.de/index.php

erinnerung an die schreibaufgabe (2)

bis 20ten april besteht noch die möglichkeit einen text, gespickt mit s-t-r-wörtern an mich zu senden. genaueres zur aufgabe findet sich hier: https://schreibschrift.wordpress.com/2008/04/06/schreibaufgabe-2/ . wie das mit den schreibaufgaben im weiteren abläuft und wie man mich erreicht, findet sich auf dieser seite: https://schreibschrift.wordpress.com/schreibaufgaben/ . nur mut, wer lust am schreiben hat. die letztendliche entscheidung, ob euer text öffentlich gemacht werden soll, trefft ihr. freue mich auf eure texte.

handgeschriebene bücher

im mittelalter, vor der erfindung des buchdrucks, waren es vor allen dingen die klöster, die es sich zur aufgabe gemacht haben, bücher zu kopieren, zu vervielfältigen und mit anderen kirchlichen einrichtungen auszutauschen. die erfindung des buchdrucks wurde dann als große gefahr für leib und leben des einfachen bürgers angesehen. konnten sich aufgeschrieben gedanken doch sehr viel schneller verbreiten.

heute kommt eigentlich niemand mehr auf die idee, bücher von hand zu schreiben, zu vervielfältigen. ist es doch am computer möglich die datei, die abgespeichert wurde per mail an alle, die man erreichen möchte, zu versenden. oder den laserdrucker die restliche arbeit übernehmen zu lassen. tagebücher, entwürfe von büchern, assoziationen, die werden oft noch handschriftlich verfasst.

joanne k. rowling hat mehrere bücher nach „harry potter“ von hand geschrieben. die können im internet betrachtet werden. die idee an sich ist eine gegenbewegung zu dem verfielfältigen alles geschriebenen. doch eins sei zu bedenken, wenn man das verfasste weiterreichen möchte: die handschrift sollte leserlich sein. und das fällt sicherlich manchen von uns nicht ganz leicht. und wer schreibt schon in der ersten version druckreif. weitere informationen über die bücher sind hier zu finden: http://www.amazon.co.uk/gp/feature.html/ref=pe_10618691_txt_3/?docId=1000137983

schreibtechnik (3)

in den fluss des schreibens zu kommen, kann das schwierigste an manchen tagen sein. freewriting erscheint unvorstellbar, da die ideen fehlen, über die man schreiben könnte. in solchen momenten kann ein zaghafter hinweis auf den möglichen beginn einer geschichte, eines gedichts, als sehr hilfreich empfunden werden. wenn da nur der satz steht: „und als er sich nach ihr umdrehte, war sie plötzlich verschwunden, aber das gelbe auto stand immer noch da.“

so oder ähnlich können hilfreiche startsätze lauten, die es einem für einen kurzen zeitraum ermöglichen an das geschriebene anzuknüpfen. das ist auch das ziel der schreibtechnik, die hier vorgestellt werden soll. um wieder in das schreiben zu finden, kann es hilfreich sein, die ersten sätze der romane, die im eigenen bücherregal stehen, zu notieren, und an ihnen weiterzuschreiben. oder den fernseher einschalten und den nächstbesten satz, der in einem spielfilm gesprochen wird, zum schreiben eines dialogs heranziehen.

auch eine halbe kurzgeschichte, legen sie einfach den anfang auf den kopierer, lesen sie sich die erste hälfte durch und schreiben sie weiter, kann ein einstieg sein. wenn sie mit der geschichte fertig sind, ist ein vergleich mit dem werk möglich.

dieser vorschlag bedeutet noch nicht zu einer eigenen geschichte zu gelangen, er fördert aber die möglichkeit, sich im schreiben zu üben und auf einfache art und weise die schreibblockade zu überwinden. das sind auf alle fälle zwei schritte, die oft nötiger sind, als erwünscht. also, vollenden sie alles, was ihnen unter die augen kommt, zeitungsartikel, werbesprüche, postwurfsendungen, geschäftsbriefe, lexikoneinträge oder doktorarbeiten.