Tagesarchiv: 22. April 2008

kreatives schreiben und wortschöpfungen

sprache scheint dann am lebendigsten, wenn sie worte wählt, die up-to-date sind, wenn sie den zeitgeist in sich aufnimmt. das heißt nicht, dass der klassiker nicht mehr zu verstehen ist, doch gedanklich muss der aktuelle bezug hergestellt werden. dies unterstützt entweder die regie durch ihre inszenierung oder das eigene gedächtnis.

im kreativen schreiben kann es aber noch einen schritt weitergehen, durch die neukombination von bekanntem, von slang oder originalsprache ergeben sich neue worte. sprache ist dann lebendig, wenn sie sich ständig weiterentwickelt, das spiel mit den worten nicht scheut. doch was tun, wenn mir kein neues wort einfällt, der treffende ausdruck sich verflüchtigt hat?

auch hier bietet das internet abhilfe. die universitäre seite „wortwarte“ listet seit dem jahr 2000 neologismen der deutschen sprache auf. so kann der kreativ schreibende auf begriffe, wie:

Bumpernut, die

Fantastrilliarde, die

Goldfarming, das

Losership, das

Mobilsurfstation, die

Mobilweb, das

Powerleveller, der

Schlummergenerator, der

Spekulationsvehikel, das

Vaterschaftsanfechtungsverfahren, das

Vaterschaftsfeststellungsverfahren, das

Videoatlas, der

zurückgreifen. (die begriffe sind übrigens allein von letztem samstag.) er findet sogar den zusammenhang, in dem dieser begriff, dieses wort verwendet wurde.

und der katalog der wortschöpfungen bietet eine riesige spielwiese für schreibanregungen an. was will man mehr? zu finden ist die wortwarte unter: http://www.sfs.uni-tuebingen.de/~lothar/nw/

der bildungsserver – ein pädagogischer knotenpunkt

die pädagogik, und in diesem zusammenhang aktuell die medienpädagogik ist darauf angewiesen ein wissen über die neuesten gesellschaftlichen veränderungen zu haben. denn wie sollte sonst eine angemessene pädagogik entwickelt werden, wenn es diese überhaupt gibt. doch wie kann jeder tätige pädagoge, möglichst unkompliziert an aktuelle entwicklungen und ideen gelangen? er kann nicht jedesmal in die nächste großstadt fahren und die bibliotheken durchforsten. ebensowenig kann er sich jede neuerscheinung auf dem pädagogischen buchmarkt anschaffen.

eine große hilfe stellt in diesem zusammenhang der deutsche bildungsserver dar, der es ermöglicht verschiedene datenbanken, die pädagogische Inhalte anbieten, zu durchforsten. dabei kann man sowohl auf wissenschaftliche diskurse, auf weitere internetressourcen als auch auf buchtipps oder unterrichtsplanungen stoßen. das erleichtert die ausarbeitung einer lehrveranstaltung oder einer fortbildung ungemein. es erleichtert aber auch die suche nach informationen für wissenschaftliche arbeiten.

gut, die schreibpädagogik, als randform der pädagogik bietet nicht allzuviele datensätze, doch immerhin eine ganze menge links und unterrichtskonzepte. also selbst zu diesem thema wird man im bildungsserver fündig. dieser ist wiederum zu finden unter: http://www.bildungsserver.de/

die blogger sind die bibliothekare des web 2.0

jeden tag kommen im internet so viele daten hinzu, dass eine vollständige katalogisierung unmöglich erscheint. sicher, daten werden gespeichert, aber dies verteilt auf der ganzen welt. doch es dauert manchmal nur ein paar stunden und suchmaschinen wie „google“ finden die daten in der gesamten internetspäre wieder. wie ist so etwas möglich? Weiterlesen