Tagesarchiv: 25. April 2008

weblogs und demokratie

als das internet sich langsam etablierte, schwärmte ein teil der gründer von der basisdemokratischen struktur des neuen mediums und von den vielen möglichkeiten. doch im laufe der jahre zeigte sich, dass auch im netz der markt, die politik und macht eine immer größere rolle spielen.

dennoch ist das internet und sind im speziellen die weblogs, immer noch ein ort, an dem jeder, der einen zugang zum netz hat und die technik kennt, eine weite verbreitung seiner meinung und seiner diskurse erreichen kann. eine eigenschaft, die früher nur massenmedien in den händen weniger vorweisen konnten, die inzwischen jeder weblog erlangen kann.

ist das nun ein vorteil oder ein nachteil für die demokratie? es ist zumindest ein zeichen für die ausweitung der diskurse, soweit sie von den webhostern erlaubt werden.

der internetkenner joichi ito hat sich vor ein paar jahren daran gemacht, ein statement zu weblogs und der ausbaubarkeit von demokratie zu verfassen. er hat dies nicht allein gemacht, sondern die web-community eingeladen, an dem text mitzuarbeiten. das ergebnis kann  nachgelesen werden und ist eine diskussion wert.

zu finden ist der text hier: http://joi.ito.com/static/emergentdemocracy.html

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medienpädagogik im internet

schon der buchdruck war eine gesellschaftlich umstrittene angelegenheit. es wurde zu zeiten unserer urväter darauf geachtet, dass die jugend nicht durch lektüre verwerflicher oder aufrührerischer texte verdorben würde. später stellte angeblich das fernsehen eine bedrohung des familienkonzeptes dar. bis die samstagabend-show aufkam, die die ganze familie vor dem fernseher versammelte 😉

es stellt sich jedenfalls immer wieder die frage, muss kindern und jugendlichen vermittelt werden, wie sie den richtigen, angemessenen umgang mit neuen medien finden? zum einen handelt es sich dabei um eine grundsätzliche diskussion der pädagogik, also wie weit sollten erziehungswissenschaften gehen? zum anderen hatten oft kinder und jugendlichen einen viel unverkrampfteren zugang zu neuen medien, als eltern oder erziehungswissenschaftlerInnen. so eigneten sich die jungen generationen eher die vorteile eines mediums an.

die medienpädagogik versucht auf manche dieser fragen eine antwort zu finden. sie versucht erst einmal zu ergründen, kann denn ein problem aus der nutzung der medien, und heute natürlich, aus der nutzung des internet erwachsen. und wenn ja, wie kann ein angemessener umgang mit medien gefunden werden.

wer mehr zu den überlegungen der medienpädagogik erfahren möchte, findet viele verschiedene informationen auf diesen seiten und datenbanken des informationssystems medienpädagogik unter: http://www.ism-info.de/

biografisches schreiben und kunstfreiheit

 

stellen sie sich vor, sie gehen in einen buchladen, stöbern ein wenig durch die regale und entdecken, dass eine ihrer besten freundinnen ein buch geschrieben hat. sie kaufen sich das buch natürlich sofort und fangen an zuhause zu lesen. nach zwanzig seiten stellen sie fest, dass sich das buch um ihre freundschaft dreht. sie lesen über sich selbst unter anderem namen und müssen lesen, dass das eine mal sex, den sie miteinander hatten, für ihre beste freundin fürchterlich war. wie würden sie reagieren? Weiterlesen