Tagesarchiv: 29. April 2008

schreibgruppen und setting

 

wenn eine schreibgruppe durchgeführt werden soll, macht es sinn, sich gedanken über das setting zu machen. eigentlich führen schreibgruppen zu dem effekt, zu lernen, an beinahe jedem ort schreiben zu können, doch der einstieg in das schreiben fällt in einem dunklen kellerloch schwerer (außer bei gruselgeschichten) als in einem von tageslicht durchfluteten raum. wenn ihre schreibgruppe abends stattfindet, sorgen sie für genug beleuchtung im raum. Weiterlesen

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schnickschnack (10)

die skandinavischen länder hatten schon immer ein faible für klare linien, design, also eine gewisse nüchternheit der ausstattung, die aber gleichzeitig sehr funktional ist und von vielen als ansprechend empfunden wird.

das genau gegenteil stellt die grafikdesignseite aus dänemark dar. sie versammelt alle neuerungen im bereich des grafikdesign im internet, auf einer überbordenden, ein wenig unstrukturierten seite. man muss sich durchsuchen, um zu interessanten ergebnissen zu gelangen, doch das kann zu einer entdeckungsreise werden, die immer wieder neues zu tage fördert.

übrigens befinden sich darunter auch seiten, die den umgang mit manchen layout-programmen lehren, die informationen zu grafikdesignfragen geben oder die weitere quellen außergewöhnlicher seiten bieten.

es lohnt sich vorbeizuschauen. ein übliches problem für diese seiten ergibt sich, wie hier schon öfter erwähnt. die seite selber lässt sich noch leicht aufrufen, die folgeseiten, die als link zur verfügung stehen, erwarten vom computer oft sehr aktuelle technische voraussetzung. sicherlich auch, da die seiten neu sind, also natürlich alles aufbieten wollen, was machbar ist. das ist verkaufstechnisch nicht die sinnvollste klientel, soll aber eventuell den vermögenden von den nicht-potentiellen kunden trennen.

die homepage ist unter folgender adresse zu finden: http://www.cwd.dk/

biografisches schreiben und politik

bei der betrachtung der eigenen biografie spielt die eigene politische grundhaltung, die für mich geltende gesellschaftstheorie eine rolle. auch wenn ich mich bemühe, die betrachtungen nicht politisch werden zu lassen, fließt doch immer wieder mein aktuelles menschenbild ein. und dieses hat sich entwickelt. soll heißen, selbst wenn ich im laufe meines lebens nie zur wahl gegangen bin, habe ich doch gute gründe dafür, weshalb das so ist. also lohnt es sich beim verfassen der eigenen biografischen gewordenheit, einen blick nach links und nach rechts zu werfen.

worauf basiert mein menschenbild? welcher philosophische oder gesellschaftstheoretische gedanke spielt dabei eine rolle? habe ich mich für etwas engagiert oder verfolge ich hauptsächlich meine eigenen interessen? wie haben große gesellschaftliche ereignisse auf mich gewirkt, was habe ich in diesen momenten erlebt? so wie generell das subjektive handeln gesellschaftlichen prozessen und persönlichen erfahrungen unterliegt, so sicherlich auch meine politische haltung.

und biografisches schreiben, ohne diese haltung, wäre ein schreiben, ohne einen teil meines lebens. so scheint es auch bei biografischen schreibgruppen wichtig, zumindest einmal einen blick auf die politik zu werfen. und selbst absolute politik-abstinenz ist eine politische haltung, die ihre gründe hat. was auf alle fälle vermieden werden sollte, ist die forderung nach der offenlegung der haltung. diese wäre nur von menschen, die in der politik die geschicke der gesellschaft mitbestimmt haben, zu erwarten. aber von ihnen ist meist die haltung schon bekannt.

sicher scheint, dass menschen sich mehr gedanken über politik machen und gemacht haben, als es nach außen den eindruck macht. und eine lebenshaltung oder -philosophie haben auch alle entwickelt. die vorurteile, dass diese oft schlicht seien, bestätigen sich nicht, wenn man einmal beim biografischen schreiben ins detail geht.