Tagesarchiv: 30. April 2008

recherche und datenbanken

die welt besteht aus datenbanken. diesen eindruck gewinnt man zumindest wenn man den werkzeugkasten der „hochschulbibliothekszentrum des landes nordrhein-westfalen“ aufruft. ob biografien von australischen wissenschaftlern oder wichtige personen im sächsischen bergbau, zu allen gibt es datenbanken und biografien. manchmal sind es nur kurzbiografien, manchmal beinahe vollständige bücher.

was nun mit diesen vielen informationen machen? nun, man kann sich ein wenig zeit nehmen, und schauen, welche zeitungen und zeitschriften die welt so bietet und vor allen dingen, wie die homepages der einzelnen journalistischen erzeugnisse aussehen. oder man nutzt diesen gut sortierten, und mit kleinen hinweisen versehenen werkzeugkasten für die eigene recherche. stellen sie sich einmal vor, sie schreiben eine geschichte, die morgen in schwäbisch gmünd spielt. und sie fragen sich, was in der stadt sonst noch so los ist. dann können sie die „gmünder post“ aufrufen und feststellen, dass creszentia gscheidle nach langem leiden verstorben ist. ob das nicht auch in die geschichte passt?

so widersprüchlich das anlegen von datenbanken sein kann, der zugang ist heutzutage sehr viel einfacher geworden. und auch, wenn noch vieles in den archiven und gedruckten datenbanken der bibliotheken schlummert, da die suche in der virtuellen welt viel einfacher (aber auch unübersichtlicher) wird, werden inzwischen immer mehr datenbank netztauglich gemacht. nicht alle sind offen zugänglich, doch man weiß zumindest, wo man sie findet.

und nebenher bekommt man endlich einmal einen überblick über den ausufernden zeitschriftenmarkt. also, hier findet sich der werkzeugkasten zur weiteren recherche: http://www.hbz-nrw.de/recherche/linksammlung/ . und hier kann man die datenbanken zu den verschiedensten biografien finden: http://digilink.digibib.net/wk/links.pl?View=category&Sigel=HBZWK&Category=4462&SID=c1cbd863a75b5758a616c6a63ecd6090

weblogs und wissenschaften

es gibt dinge, die verbinden sich im internet hervorragend. historisch betrachtet, waren sie eigentlich der grund für das web 2.0. vor beinahe exakt 15 jahren wurde das internet für die allgemeinheit geöffnet. eigentlich war es eine neue kommunikationsform zwischen wissenschaftlern, die am teilchenphysikalischen forschungsolymp CERN verwendet wurde.

der vorteil des internet war und ist es, neue daten und erkenntnisse sehr schnell austauschen zu können, ohne ständig papierseiten bedrucken zu müssen oder zu faxen. die neuen daten können sofort für die weitere forschung verwendet werden. oder sie können überprüft werden.

so bieten blogs natürlich auch für wissenschaftler und für wissenschaftliche zeitungen die ideale form sich weltweit auszutauschen. das was in der öffentlichkeit auftaucht ist natürlich meist schon woanders notiert und veröffentlicht worden, stellt die wissenschaft doch heute einen riesigen markt dar, der erst dann ergebnisse der öffentlichkeit zur verfügung stellt, wenn sie entweder verwertet oder patentiert wurden.

grundlagenforschung spielt in vielen bereichen nur noch eine nebenrolle, da sie keine drittmittel einbringt. und wiederum durch drittmittel finanzierte forschungen unterliegen den regeln der geldgeber, soll heißen, viele wissenschaftliche erkenntnisse werden in der schublade aufbewahrt, da die industrie ihren wert noch nicht ausgeschöpft hat.

und doch, weblogs bieten auch für den laien eine vielfalt an wissenschaftlichen informationen, die, sollten sie unverständlich sein, auch schnell von anderen blogs aufbereitet werden. ein kleines beispiel, wenn auch diskussionswürdig: http://www.innovations-report.de/

schreibidee (13)

wer nachbarn hat, die ein instrument üben, entwickelt eine ganz andere beziehung zur musik, als jemand, der regelmäßig in konzerte geht. beziehung haben oft „unser lied“, manches musikstück erinnert an die trennung, als man den weltschmerz hoch und runter gehört hat. also kann schreiben und musik nicht so weit auseinander liegen.

wie wäre es damit, einer schreibgruppe zwei musikstücke hintereinander vorzuspielen und die teilnehmerInnen jeweils ihre assoziationen zu der musik notieren zu lassen? es können natürlich auch mehr musikstücke sein, doch das kann ausufern. sollte der wunsch bestehen, können die musikstücke auch wiederholt werden.

dann haben die teilnehmerInnen zu wählen, welches stück bewegt sie mehr, zu welchem stück ist ihnen mehr eingefallen, welche assoziationen lassen sich in eine geschichte verwandeln?

nun wird eine geschichte verfasst, die anschließend, nachdem das jeweilige musikstück noch einmal vorgespielt wurde, vorgelesen wird.

die schreibidee lässt sich natürlich auch nach einem gemeinsamen konzertbesuch durchführen, oder wenn ihre nachbarn gerade einmal wieder auf einem instrument üben, wie zum beispiel einer geige 😉