schreibidee (15)

schaut man sich die literatur an, dann wimmelt es in der weltliteratur nur so von menschen mit größeren problemen oder psychischen störungen. anscheinend bieten diese protagonisten eine gute möglichkeit der gesellschaft einen spiegel vorzuhalten. zudem bietet sich die möglichkeit, eine distanzierte position zu den personen in den geschichten einzunehmen.

also könnte es für eine schreibgruppe interessant sein, die betrachtung der umwelt aus sicht eines menschen mit psychischen störungen zu schreiben. dazu können erst einmal die definition von icd-10 oder dsm-4 herangezogen werden, zwei psychopathologische klassifikationssysteme und andere krankheiten. alle teilnehmerInnen der schreibgruppe wählen sich eine störung aus, lesen sich die beschreibungen für die störungen durch und versuchen einen tag im leben eines menschen mit dieser störung zu schreiben.

wichtig dabei, die beschreibung sollte aus der sicht des erkrankten menschen geschrieben werden, um zumindest ansatzweise ein gefühl für die qual oder den schmerz, der mit der störung einhergeht, zu bekommen. klar ist, dass etliche aspekte nicht vollständig nachvollzogen werden, können, aber es kann hilfreich sein, um festzustellen, wie unsere gesellschaft eigentlich auf jemanden wirkt, der sie „anders“ wahrnimmt. außerdem lässt sich oft feststellen, dass der „irrsinn“ nicht selten in der „normalität“ steckte.

als kleine anregung am rande, die homepage der „irren-offensive“ oder antipsychiatrie:  http://www.antipsychiatrie.de/

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