Tagesarchiv: 7. Mai 2008

web 2.0 und die „generation google“

eine untersuchung brachte es an den tag, die jugend nutzt das internet nicht so, wie es sich die erwachsenen wünschen würden. oder anders formuliert, die jugend geht mit dem web 2.0 und den recherchemöglichkeiten nicht so locker um, wie manche mythen glauben machen. eine untersuchung im auftrag der „british library“ zeigte „schockierendes“.

die jugend, auch „generation google“ genannt und nach 1993 geboren, macht es sich einfach und bequem. sie zeigt keine geduld bei der recherche und nutzt kaum die großen datenbanken und bibliotheken im netz. sie sucht informationen hauptsächlich über „google“, „google school“ und „wikipedia“. und sie geht nicht in die tiefe der informationen. teilweise hat sie schon probleme die richtigen suchbegriffe zu formulieren.

es stellte sich bei der untersuchung und beim vergleich verschiedener studien und befragungen heraus, dass die ältere generation aufholt. aber ist dieses ergebnis so erstaunlich? erinnere man sich doch einmal an seine eigene schulzeit. selten wurde einem vermittelt, wie wissen aus spaß und interesse angesammelt werden kann. ich kann mich nicht erinnern, dass uns die benutzung der bibliotheken ausführlich erklärt wurden. auch nicht während des studiums. der vorteil bestand einzig darin, an universitäten studiert zu haben, die große präsenzbibliotheken hatten.

die affinität zu büchern und zur recherche entstand aus anderen lebenszusammenhängen. je mehr sich die bildung also ins internet verlagert, um so wichtiger wird es wahrscheinlich, überhaupt erst einmal hilfestellungen zu geben, wie das netz genutzt werden kann. denn eines ist ein großer vorteil, die junge generation ist in den europäischen ländern zu einem riesigen prozentsatz im netz, immer noch im gegensatz zur älteren generation. und die ältere generation, die sich im netz bewegt, hat mit großer wahrscheinlichkeit ein interesse, es sich angeeignet zu haben. jugendliche und junge erwachsene nutzen es erst einmal als soziale kontaktmöglichkeit.

das ergebnis der studie aufbereitet hat marc vom blog „wissenswerkstatt“ unter: http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/24/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/

und eine zusammenfassung der ergebnisse in englisch als pdf-datei ist zu finden unter: http://www.bl.uk/news/pdf/googlegen.pdf

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web 2.0 und das ist erst der anfang

 

der name „web 2.0“ erweckt den eindruck, es handle sich um ein computerprogramm, das die nächste stufe erreicht hat, das verändert und ausgebaut wurde. so kann man es sehen, wenn man betrachtet, welche rasend schnell entwicklung das internet genommen hat. und vor allen dingen, es ist davon auszugehen, dass es sich dabei noch nicht um das ende der fahnenstange handelt.

zur zeit wird die strukturierung des wissens verändert. es gibt sie kaum mehr, die abc-kataloge im internet. jetzt gibt es die tag-wolken, wie zum beispiel hier, beim anbieter „wordpress.com“, bei dem dieser blog gehostet wird: http://de.wordpress.com/tags/ Weiterlesen

schreibtechnik (6)

viele menschen glauben von sich, dass sie es sicherlich einmal schaffen würden eine kurze geschichte oder eine kleine erzählung zu verfassen. dass sie aber nie fähig sein werden ein gedicht zu schreiben. verbinden doch die meisten höchste kunst mit der lyrik.

um die hemmschwelle zur lyrik zu überschreiten, gibt es eine kleine aber effektive schreibtechnik. sie fördert durch ihren aufbau einen rhythmus im text der manchen lyrischen werken nahe kommt. das sogenannte „elfchen“. wie dem „-chen“ zu entnehmen ist, handelt es sich um etwas winziges. wiederum die „elf“ bezieht sich nicht auf fabelwesen, sondern beschreibt die stärke einer fussballmannschaft, nämlich „11“. Nur dass hier nicht gekickt wird, sondern die worte in aufstellung gebracht werden

wort

wort wort

wort wort wort

wort wort wort wort

wort

nun können sie sich ein startwort auswählen, eine stimmung, einen gedanken oder einfach einen begriff. verfassen sie dazu wiederum einen gedanken, eine stimmung oder eine geschichte mit elf wörtern. wie zum beispiel:

frühling

steigert sich

in den sommer 

und die hitze hinein

temperaturmäßig

nach zwanzig elfchen, sollten sie keine scheu mehr davor haben, sich der modernen lyrik zuzuwenden 😮