web 2.0 und das ist erst der anfang

 

der name „web 2.0“ erweckt den eindruck, es handle sich um ein computerprogramm, das die nächste stufe erreicht hat, das verändert und ausgebaut wurde. so kann man es sehen, wenn man betrachtet, welche rasend schnell entwicklung das internet genommen hat. und vor allen dingen, es ist davon auszugehen, dass es sich dabei noch nicht um das ende der fahnenstange handelt.

zur zeit wird die strukturierung des wissens verändert. es gibt sie kaum mehr, die abc-kataloge im internet. jetzt gibt es die tag-wolken, wie zum beispiel hier, beim anbieter „wordpress.com“, bei dem dieser blog gehostet wird: http://de.wordpress.com/tags/

wenn man einen der tags anklickt, landet man auf einer seite, auf der die blogs, die besagtes thema in letzter zeit „getagt“ haben, aufgelistet sind. rechts daneben findet sich der hinweis, dass es verwandte tags gibt, die häufiger in diesem zusammenhang auftauchen. diese kann man wiederum anklicken und bei einer weiteren liste landen.

so kann man immer tiefer in die vernetzungen und bedeutungen des einen begriffs abtauchen, den man gesucht hat. es erstellt sich plötzlich ein wissenbild, das viele verschiedene aspekte beleuchtet und in den einzelnen blogs meist eine unmenge von links parat hält. durch diesen versuch, den man einmal ausprobieren sollte, zeigt sich, das wissen längst nicht mehr so eindeutig ist, wie es in den jahrhunderten vorher vermittelt wurde. jeder mensch bereitet sich sein wissen anders auf und gibt es dann weiter. das interessante daran ist, dass man durch diesen prozess nicht dümmer wird, sondern eine viel größere wissensbandbreite erlangen kann. wikipedia allein schlägt jedes gedruckte lexikon um längen und hält ständig weiterführende links parat.

und es entsteht durch jeden neu hinzugefügten tag, durch jeden weiteren link, eine immer intensivere vernetzung. diese vernetzung übertrifft die gültigen wissensvorstellungen bei weitem. so  finden wir uns in einem pool von gedanken und ideen wieder, der unseren blickwinkel ständig erweitert. und das stellt schon heute manchen erkenntnisweg in frage. die form der verallgemeinerung geht soweit, dass eine aussage nur solange allgemeingültigen bestand hat, solange sie nicht von anderen in einem weiteren post anders dargestellt wird. wurde widersprochen, kann der diskurs beginnen. wissen wird vergesellschaftlicht, keine unbedingt schlechte entwicklung, auch wenn sich dabei natürlich auch abstrusen vorstellungen tür und tor öffnen. doch der mensch ist nicht so dumm, wie er scheint, und ist fähig unterscheidungen zwischen den verschieden informationen zu treffen. durch die klickzahlen verändert er die wertigkeit eines blogs, eines tags und plaziert ihn bei den vorrangig gewählten seiten. wieweit die menschheit mit dieser neuen wissensaufbereitung in den nächsten jahren umzugehen weiß, ist schwer zu sagen, doch die rückkehr zum alten bibliothekskatalog ist vorbei. er unterstützt nur noch die wissenssuche.

 

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