die logik der sorge. – ein buchtipp

ein französischer philosoph in der tradition von michel foucault setzt sich mit den konsequenzen der medialen entwicklungen für die gesellschaft auseinander. dabei wird es teilweise sehr grundsätzlich, psychoanaltytisch und verstiegen. aber insgesamt ein sehr interessantes buch, das die grundlage für weitere betrachtungen legen soll.

bernard stiegler verbindet in seinem buch „logik der sorge. verlust der aufklärung durch technik und medien.“ die frage nach den notwendigkeiten einer aufgeklärten gesellschaft und den folgen einer medienentwicklung, die in allen generationen inzwischen zu aufmerksamkeitsstörungen und verantwortungslosigkeiten führt.

dabei stellt er zum einen eine infantilisierung der erwachsenen und den verlust der unmündigkeit jugendlicher durch neue gesetze fest, zum anderen die zerstörung von generationslernen, die zersetzung der gesellschaftlichen grundlagen durch psychotechniken und psychotechnologien, die von der audiovisuellen medienmacht versursacht werden.

in seinen betrachtungen bezieht er sich auf die griechischen philosophen, kant, freud (über diese betrachtung kann man streiten), jonas, heidegger, foucault, untersuchungen aus der neurophysiologie und andere naturwissenschaftlichen untersuchungen. teilweise ist das buch als nicht-philosoph nicht ganz leicht zu lesen, aber die grundgedanken und die argumentationen können nachvollzogen werden und bieten eine wunderbare grundlage für den diskurs über die folgen einer medialisierten welt.

das buch ist erschienen in der edition unseld, suhrkamp verlag, in frankfurt am main, 2008. ISBN 978-3-518-26006-7

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