Tagesarchiv: 13. Mai 2008

schreibpädagogik und jugendliche

 

jugendliche und junge erwachsene werden von der älteren generation gern beschimpft. zur zeit mithilfe der pisa-studien, mit dem vorwurf der verantwortungslosigkeit und der internet-sucht. dabei stellt sich, wenn man genauer hinschaut heraus, dass diese beschimpfung immer schon so war. findet sich zum beispiel in meinem bücherregal das buch „beschäftigungen für die jugend aller stände zur gewöhnung an zweckmäßige thätigkeit zur erheiternden unterhaltung so wie zur anregung des kunst- und gewerbesinnes. – von einer gesellschaft gelehrter und erzieher“.

also gab es auch schon anfang des 19ten jahrhunderts das bestreben, die jugend auf den richtigen weg zu bringen. heute beballert man das volk mit wissens- und literaturkanonaden, nur um zu retten, was so vergänglich scheint. meist hat sich aber genau das erhalten, was schon immer qualität darstellte.

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web 2.0 und wirtschaft in „brand eins“

in der mai-ausgabe des wirtschaftsmagazins „brand eins“ schreibt thomas ramge über die wirtschaftlichkeit des web 2.0. er geht dabei der frage nach, ob denn inzwischen ein geschäft, vor allen dingen mit den kostenlosen angeboten gemacht werden kann. dabei stellt sich heraus, dass dies heute immer noch nicht so einfach ist, wie es oft suggeriert wurde. natürlich gibt es inzwischen auf vielen seiten die personenbezogene werbung, doch es ist weiterhin schwierig den user auch dazu zu bekommen, die werbung überhaupt wahrzunehmen.

so werden verschiedene strategien versucht, das web wirtschaftlicher zu machen. der artikel listet einige beispiele auf und zeigt, dass an den strategien sehr gefeilt wird.

generell beruhigt er, was die gefahr eines weiteren platzens der internet-blase angeht. ist doch inzwischen die finanzierung der großen seiten ein wenig seriöser und hauptsächlich ungebunden von der börse. und doch zahlt sich für die wenigsten bis jetzt das geschäft aus. eine erstaunliche entwicklung, das netz wird immer interessanter, aber nicht unbedingt wirtschaftlicher.

der artikel ist eine aktuelle analyse der zustände verschiedener angebote und erscheint nicht ohne grund unter der rubrik „was wirtschaft treibt“. er lohnt sich, einmal reinzuschauen, wenn einen das interessiert.

es ist damit zu rechnen, dass der artikel im nächsten monat als volltext im archiv von brand eins zu finden ist. bis jetzt wird er nur angekündigt unter folgendem link.

tag cloud und text cloud

wenn man in diesem blog runterscrollt, dann sieht man irgendwann auf der rechten seite ein paar begriffe, alphabetisch geordnet aber in verschiedener größe nebeneinander stehen. das ist eine sogenannte „tag cloud“, also eine wolke aus tags. sie zeigt anhand der größe die häufigkeit der von mir vergebenen tags auf, also stichwörter, die ich den einzelnen texten zuordne.

klickt man auf einen dieser tags, dann öffnet sich eine seite, auf der alle artikel, denen ich diesen tag zugeordnet habe, versammelt sind. es handelt sich dabei um eine erweiterte form von kategorien, die wiederum auf bestimmten seiten zusammengeführt werden, wie in diesem blog schon einmal beschrieben.

nun gibt es aber im web auch die möglichkeit ganze texte in wolken zu verwandeln. das programm geht mit dem text um, wie mit tags und zeigt, alphabetisch geordnet alle wörter, die im text auftauchen in der größe, die ihre häufigkeit widerspiegelt. dabei macht es sinn, wörter wie „der, die, das…“ auszuschließen, da sie meist mit sehr großer häufigkeit im text auftauchen. auf der anderen seite kann man anhand so einer text cloud den die eigenen werke auf ganz andere art und weise analysieren. zum beispiel überprüfen, ob die texte wirklich von dem handeln, was man schreiben wollte, ob sie viele adverbien enthalten oder ob es zu viele fremdwörter sind.

leider habe ich das programm noch nicht als download gefunden, aber auf folgender seite kann man einen text von sich analysieren lassen: http://www.tagcrowd.com/ . dabei können etliche einstellungen vorher vorgenommen werden. problematisch ist ein wenig, dass unklar ist, wo der hochgeladene text anschließend landet. man sollte sich also gut überlegen, was man in eine wolke verwandeln lassen will. falls jemand ein runterladbares programm kennt, das text clouds erstellt, würde ich mich über einen hinweis freuen.