web 2.0 und copyright

das ist so eine sache mit dem copyright. es ist gut, dass geistiges eigentum geschützt ist. schwierig ist es aber meist, festzustellen, wes geistes kind die einzelnen daten sind. hier lässt sich manchmal keine klare grenze ziehen. noch schwieriger wird das alles, wenn man sich ins web begibt, da dort inzwischen so viel produziert und veröffentlicht wird, teilweise unter synonymen oder ohne jegliche angabe von personellen daten.

in solch einem moment wird in kauf genommen, dass die daten von anderen zweckentfremdet werden können. doch woher soll man wissen, ob das, was anonymus in seinen blog gesetzt hat wirklich von ihm ist oder jemand anderem geklaut wurde.

wie sieht es zum beispiel in diesem blog mit den schreibideen aus. inspiriert haben mich sicherlich die schreibideen anderer oder schreibaufgaben aus dem studium. die abwandlungen sind wiederum von mir. doch ich weiß nicht, ob nicht andere menschen schon genau die gleichen schreibideen hatte. wer hatte denn nun die idee als erstes. ich habe für mich entschieden, die ideen einfach so zur verfügung zu stellen. wer sie verwenden will, möge dies gern tun.

generell sieht es im web inzwischen so aus, dass viele kostenpflichtige angebote zurückgenommen wurden, da andere anbieter das gleiche kostenlos anboten. nicht ohne grund überlegt der brockhaus, seine informationen kostenlos ins netz zu stellen, denn seit es wikipedia gibt, ist das interesse am brockhaus sicherlich gesunken.

aber es gibt dinge, die man zumindest teilweise schützen möchen. man kann entweder ein copyright druntersetzen, das nun sehr strikt die verbreitung verbietet. es gibt aber inzwischen auch webeigene überlegungen. so werden unter creative commons lizenzformulierungen zur verfügung gestellt, die variationen von nutzungsmöglichkeiten beinhalten. zu finden ist die seite unter: http://de.creativecommons.org/

2 Antworten zu “web 2.0 und copyright

  1. Ideen sind nicht geschützt, nur das, was man daraus macht.
    Auch wenn kein Copyright unter einem Text steht, ist der Text durch das Urheberrecht geschützt. Leider wissen das die meisten Internetnutzer nicht und denken, alles ist kostenlos, was man findet.
    Dagegen hilft nur Aufklärung und nette Hinweise an die betreffende Person, dass sie sich strafbar macht, wenn sie etwas kopiert und weiter verwendet.

  2. ich bin kein jurist, aber es ist zumindest diskussionswürdig, dass zum beispiel webseiten, die texte zusammenführen, damit wiederum ein geschäft machen, ohne sie zu kopieren. blogs machen das ja auch die ganze zeit. ich schätze, dass sich da manche vorstellungen von urheberrecht durch das internet auflösen, und zum beispiel die, die alles abriegeln, inzwischen einen wettbewerbsnachteil haben. nicht ohne grund gehen manche anbieter ins ausland. man kann das gut oder schlecht finden, nur irgendwie ändert es sich. übrigens sind beim fotokopieren auch gebühren für das urheberrecht enthalten. deswegen erscheint mir creative commons sinnvoll, da es die möglichkeit bietet, selber festzulegen, wie weit ich was zur verfügung stelle. denn ohne diese „großzügigkeit“ könnten open-source-angebote gar nicht existieren.

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