Tagesarchiv: 17. Mai 2008

schreibidee (18)

mal weg von dem ganzen frühlingsgedusel und von den netten geschichten. hin zum wahnsinn in der welt und seinen hintergründen. die psychopathologie in einer vorherigen schreibidee war der erste schritt. doch es kann auch eine geschichte sein, die dem realen leben entnommen ist.

trennen sie als schreibgruppenleiterIn in der nächsten zeit die seite „vermischtes“, „blick in die welt“ oder „panorama“ aus ihrer tageszeitung heraus und sammeln sie sie. die seiten nehmen sie dann mit in ihre schreibgruppe und geben den teilnehmerInnen jeweils ein blatt. sie sollen sich aus den ganzen meldungen eine heraussuchen. meist sind es ja tragödien, wie vor ein paar tagen, als jemand mit dem beil seine ganze familie erschlug, da er sich anscheinend geld von ihnen geliehen hatte und dieses verspielte oder sich verspekulierte. er wollte ihnen die scham ersparen, hieß es. oder es gibt amüsante begebenheiten, klatsch und tratsch aus der promiwelt oder berichte über die kleinen nichtigkeiten des alltags.

nachdem die schreibgruppenteilnehmerInnen sich eine geschichte ausgewählt haben, sollen sie erst ein paar assoziationen dazu aufschreiben. wie sie in der gruppe die assoziationen herbeiführen spielt keine rolle.

aufgabe ist es dann, die hintergrundgeschichte zu der kurzmeldung zu schreiben. dabei sind der fantasie keine grenzen gesetzt. ein wenig schlüssig sollte es klingen, aber die gründe für manche ereignisse können die schreibenden sich selbst überlegen. und vielleicht könnte man aus den entstandenen texten eine neue seite vermischtes machen.

oder in der gruppe werden die entstandenen texte vorgelesen und danach die zeitungsmeldung. es kann auch geraten werden, wie denn die zeitungsmeldung zur hintergrundgeschichte lauten könnte.

schnickschnack (16)

vorgestern wurden hier im blog das biografische schreiben und die archive erwähnt. dabei zeigte sich, dass viele archive geöffnet werden.

vorgestern meldete die süddeutsche zeitung in ihrem feuilleton, dass ein ganz besonderes archiv ins internet gestellt wird. die britische regierung stellt alle unterlagen ihrer meldestelle für ufos und kontakte mit außerirdischen ins netz.

aus filmen wusste man, dass die usa anscheinend solche einrichtungen haben. doch die briten waren anscheinend bei der erfassung solcher phänomene noch ausdauernder. sie machten noch etliche jahre weiter, nachdem die usa ihre sammelstelle schon geschlossen hatten.

und nun kann man die originalmeldungen des britischen inseln mit allen darauf folgenden untersuchungsergebnissen nachlesen. leider muss sich dabei herausgestellt haben, dass zwischen der meldestelle und den außerirdischen nie ein gespräch stattgefunden hat.

für menschen, die gern schreiben sicherlich eine wunderbare fundgrube. denn entweder man sitzt an einem science fiction und weiß nicht so recht, wie der erste kontakt mit der erde geschildert werden kann, hier wird man fündig.

oder man schreibt mystery-geschichten und sucht nach skurrilen erlebnissen. auch da kann geholfen werden.

die seite ist zu finden unter: http://ufos.nationalarchives.gov.uk/ . und der artikel der sz unter: http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/103/174580/

web 2.2 – last.fm

sie haben die faxen dicke von miesen radiosendern. ständig sind die so gut gelaunt und lachen über scherze, die kein mensch witzig findet, aber die moderatorInnen klopfen sich weiter verbal auf die schenkel.

oder sie finden zwar die beiträge in ihrem lieblingssender gut, doch die eine moderatorin spielt immer so krachmusik, zwar ausgefallen und nicht der übliche einheitsbrei, aber eben laut.

oder sie suchen einfach mal a-capella-jazz, doch der cd-laden bei ihnen um die ecke führt so etwas überhaupt nicht.

ja dann besteht die möglichkeit musik in diese richtung bei last.fm zu finden. sie können entweder einfach ihren lieblingsinterpreten eingeben und hören dann sofort ein musikbeispiel, wenn eines parat liegt. oder sie sehen, welche musik menschen, die auch ihren lieblingsinterpreten hören, sonst noch hören. und sie können eine zusammenstellung der von etlichen menschen gehörten musik als eigenen radiosender hören.

so finden sie plötzlich einen nischensender, der zumindest zum teil auf ihren geschmack zugeschnitten ist. basierend auf der erhebung, was andere menschen noch so hören, wenn sie das hören. erstaunlich wievieles davon dann auch ihren geschmack trifft. sie können auch eigene abspiellisten ins netz setzen, können ihre sammlung aus i-tunes als wiedergabeliste veröffentlichen. und so zur weiteren förderung von nischenmusik beitragen. kein radiosender würde sich trauen, ihren musikgeschmack zu senden, aber im web 2.0 ist dies möglich. zu finden unter: http://www.lastfm.de/