Tagesarchiv: 18. Mai 2008

kreatives schreiben und humor

jede(r) kennt das aus den schreibgruppen. viele texte werden vorgelesen, doch am besten kommen oft die amüsanten geschichten an. dabei sind sie nicht immer qualitativ auf dem gleichen niveau wie mancher geschliffener ernster text.

das ist auf der einen seite schade für die wirklich guten anderen werke, die vorgetragen werden, zeigt aber auch, dass vielen von uns, lachen einfach spaß macht. solange sich nicht alles in zoten und clownerien erschöpft, soll humor ja auch seine ernsten seiten haben, die einem manchmal erst auf den zweiten blick auffallen.

und lachen ist gesund. zumindest nimmt man dabei ab, werden doch wie beim küssen beim lachen etliche kalorien verbrannt. deshalb haben sich nicht nur gruppen für kreatives schreiben gegründet, sonder lachgruppen. wenn man sie in berichten im fernsehen sieht, dann hat man manchmal den eindruck, das lachen fände dort ein wenig gezwungen statt. das verbrennt sicherlich noch mehr kalorien, da die muskuläre anspannung eines gezwungenen lachen ein wenig mehr fett verbrennt, hört sich aber nicht schön an.

beim spielen wird auch viel gelacht. und kreatives schreiben hat meiner ansicht nach viel mit spielen zu tun. es ist eben keine todernste angelegenheit, da ich erst einmal nicht darauf aus bin in der gruppe ein buch zu formulieren, sondern spaß am schreiben zu erleben.

beim lesen sieht das oft anders aus. da lässt man sich gerne einmal auf ein ernstes werk ein. doch wenn vorgelesen wird, sollte die geschichte entweder spannend oder lustig sein. wie schlimm war es in der schule immer wieder erörterungen verfassen zu müssen, die in ein ernsthaftes korsett gezwungen wurden. oder der dialektische diskurs, der in geschichten gepackt wird und diese zu abhandlungen werden lässt. da hat humor einen vorteil. er gehört zu den großen gefühlen, wie liebe, trauer und schmerz. und all diese emotionen bilden den hintergrund für berührende geschichten. nun, wieso sollte diese berührung nicht ein wenig kitzeln? :mrgreen:

2 monate blog – 200 posts – 3000 besucherInnen

ich blogge noch nicht lang durch die gegend. heute sind es exakt zwei monate. und ich bin erstaunt, was einem alles einfällt und zufällt, über das man schreiben kann. noch mehr erstaunt es mich, dass es ein regelmäßiges interesse dafür gibt. ein hinweis für mich, einfach weiter zu machen.

doch verbesserungsvorschlägen gegenüber bin ich immer aufgeschlossen. oder hinweise, über was man im zusammenhang mit weblogs und schreibpädagogik noch schreiben sollte, nehme ich gern entgegen. es sei auch noch einmal hier erwähnt, wer selber in diesem blog mitschreiben möchte, kann sich gerne bei mir melden. wer wiederum nur kommentieren möchte, weil ihm das geschwafel auf die nerven geht, darf ruhig kommentieren. kritik lässt ja bekanntlich dazulernen. interessante links könnten auch mich interessieren.

und sonst noch vielen dank für die aufmerksamkeit. tut mir leid, dass ich inzwischen auch bei begriffen in den suchmaschinen auftauche, die ich mir nie hätte träumen lassen, aber sie tauchen irgendwo in den texten auf, weshalb sich manche menschen in den blog verirren, die hier vielleicht gar nicht hinwollten. aber vielleicht interessieren ja bloggen, das biografische und das kreative schreiben oder nur der schnickschnack ja doch. also heiter weiter, ein hübsches experiment.