Tagesarchiv: 20. Mai 2008

schreibtechnik (8)

 ich möchte hier eine möglichkeit, sich dem schreiben anzunähern, aus dem tipp „schreibtechnik (3)“ noch einmal aufgreifen und erweitern. im älteren text ging es um sätze oder abschnitte, die vervollständigt werden sollen.

hier möchte ich die möglichkeit vorstellen, einzelne worte zu auslösern des schreibens zu machen. und zwar sind es worte, die den anfang einer zeile, eines satzes oder eines abschnitts darstellen. die worte geben entweder eine zeit vor, eine eigenschaft oder einen zustand. zum beispiel „groß“ und „klein„. stehen bei worte jeweils am beginn einer zeile, die zu formulieren ist, ergänzen sie sich noch wunderbar als gegensatz und kontrast. so könnten zum beispiel folgende sätze entstehen:

groß war die sorge um meinen hamster bruno, der seine backen nicht mehr füllen wollte.

klein war das loch in seinen zähnen, das ihm solche schmerzen bereitete.

durch den einsatz erster worte können assoziationen entstehen (zum beispiel beim biografischen schreiben) oder kleine stimmungsbilder oder auch nur kurze texte. verwendet werden können z.b. begriffe wie „eng – weit“, „rot, gelb, blau“, „gestern, heute, morgen“, „gut – schlecht“, „eins, zwei, drei“ oder „hell – dunkel“ oder „stark – schwach“. auch hier sind der fantasie der anwendung keine grenzen gesetzt. zu beachten ist eigentlich nur der kontext, in dem diese technik verwendet wird. denn je nachdem kann die angelegenheit kreativ, psychologisch, philosophisch, humoristisch… werden.

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schreibpädagogik und lernen

 

die pädagogik an sich, oder wie manche sagen, die erziehungswissenschaften, setzt sich viel mit der frage auseinander, wie man wissen am besten vermitteln kann, so dass es beim lernenden auch einen effekt erzielt. um dies zu überprüfen, werden dann gern erfolgskontrollen angewendet, also prüfungen durchgeführt, tests gemacht oder wissenschaftliche arbeiten verlangt.

seltsamerweise werden die lernenden selten gefragt, was sie sich denn von der lehrveranstaltung erwartet haben und ob ihre bedürfnisse befriedigt wurden.

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biografisches schreiben und fotografien

beim blick in die vergangenheit nimmt man heute vieles anders war, als man es damals empfunden hat. wie hier schon erwähnt, sind tagebücher eine gute möglichkeit, sich der vergangenheit noch einmal ein wenig zu versichern. aber es gibt noch eine zweite hilfe. fotografien. zum einen die oft existierenden familienalben, in denen die sippe bei diversen feierlichkeiten versammelt ist. und plötzlich entdeckt man tante gundula auf dem einen foto wieder und erinnert sich, dass sie immer so extrem nach süsslichen parfums gerochen hat. oder onkel waldemar, der bei jeder familienfeier einen über den durst trank, und am schluss immer schluchzend in der ecke saß, da aus seiner sicht die welt so schlecht war.

aber diese fotos geben nur den engsten familien- und freundeskreis und manches außergewöhnliche ereignis wieder. doch nicht alle feierlichkeiten sind die eigentlich außergewöhnlichen ereignisse im leben. um sich an bestimmte zeiten, an ein bestimmtes leben zu erinnern, können fotografien aus dem alltag, aus der mitte der gesellschaft oder aus dem weltgeschehen eine gute gedankenstütze sein. auch hier kann das internet  helfen. denn inzwischen hat das deutsche historische museum in berlin sein archiv an historischen fotografien ins netz gestellt und man kann sich durch jahre oder stichwörter suchen und fotos betrachten.

dabei werden viele erinnerungen wach, oder es wird ein bild vermittelt, wie es damals so gewesen sein muss. und wenn man gerade nicht an seiner biografie arbeitet, kann man auch nur seinen eigenen besuch in seiner eigenen ausstellung von historischer fotografie vornehmen. geschützt werden die fotos durch ein eingeblendetes hinweisschild, dass sie zur sammlung des dhm gehören. ansonsten sind viele zusätzliche informationen zum bild abrufbar. die seite ist zu finden unter: http://www.dhm.de/datenbank/bildarchiv.html