Tagesarchiv: 24. Mai 2008

biografisches schreiben und traumata

in den letzten jahren, ja inzwischen schon jahrzehnten, bekamen das aufarbeiten der eigenen lebensgeschichte, das biografische schreiben eine große bedeutung. das hatte ursächlich mit der deutschen geschichte zu tun.

die generation derjenigen, die den krieg als kinder und jugendliche erlebt haben, wurden im laufe der jahre verrentet und kamen zur ruhe. waren sie doch sehr daran beteiligt, den wiederaufbau zu bewerkstelligen und die wirtschaft auf vordermann zu bringen. es war für viele keine zeit da, darüber nachzudenken, was eigentlich im krieg geschehen war, was ihre eltern oder sie selbst im nationalsozialismus gemacht hatten, wofür sie sich eingesetzt hatten und vor allen dingen, was sie selber in dieser zeit erlebt hatten. und das war oft genug traumatisch.

das gemeine an traumata ist, sie machen sich gerne dann bemerkbar, wenn man zur ruhe kommt. also führte die verrentung bei der kriegskindergeneration zu zweierlei reaktionen. die einen, die nicht zu ruhe kommen und weiter arbeiten, agieren und organisieren. und die anderen, die feststellten, dass es ihnen nicht so gut geht, wenn sie zur ruhe kommen. doch da diese generation meist gelernt hat, nicht groß darüber nachzudenken, wenn es ihr nicht so gut geht, brauchte es mancher anstösse durch beraterInnen oder therapeutInnen, sich einmal mit seiner vergangenheit auseinanderzusetzen.

und hier bietet das biografische schreiben eine gute möglichkeit, sich mit der vergangenheit auseinanderzusetzen. hat schreiben doch häufig den effekt, dass während des schreibprozesses manche weiteren erinnerungen geweckt werden. das war für viele teilnehmerInnen quälend, doch um erlebtes wirklich zu verarbeiten, ist es manchmal notwendig, sich an alles zu erinnern und es ansatzweise in gedanken noch einmal zu durchleben. so bildeten sich gruppen, die gemeinsam in ihren erinnerungen nach erlebtem suchten. manche menschen arbeiteten lieber alleine zuhause ihre lebensgeschichte auf. allen gemeinsam ist, dass sie plötzlich eine erklärung dafür fanden, weshalb es ihnen so schlecht geht, obwohl sie nun zeit hätten, es sich gut gehen zu lassen. und es hat zur konsequenz, dass immer mehr schriftliche zeugnisse entstanden, aus der zeit im krieg, die anderen zur verfügung gestellt wurden, eine menge zeitzeugenberichte.

so wie der kriegskindergeneration kann auch anderen traumatisierten menschen das schreiben eine stütze sein.

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schreibtechnik (9)

eine schreibtechnik, die den einstieg ins schreiben erleichtern kann, gibt es, die nicht alleine durchzuführen ist. doch sie bietet immer eine gute auflockerung für schreibgruppen, generiert meist eine menge ideen und lässt alle teilnehmerInnen der schreibgruppen gleichzeitig aktiv sein.

dabei handelt es sich um die ganzen möglichkeiten, gruppentexte zu verfassen. so kann dies in form von immer wieder gefalteten zetteln, die die runde machen, der fall sein. es kann in form von in kuchenstücke aufgeteilte kreise, die auszufüllen sind, es kann sogar in geschriebenen kurzen dialogen zwischen zwei schreibenden personen vonstatten gehen. wichtigster aspekt ist, dass meist frei assoziationen im spiel sind und dass nicht alle informationen über das vorher geschriebene bekannst sind, da es den reiz und die lustige seite der übungen erhöht.

dabei kommen meist alle teilnehmerInnen ins schreiben und verfassen ein art gruppenfreewriting, das ideen produziert, die in spätere texte einfließen können. und dadurch, dass von mir keine großen literarischen äußerungen verlangt werden, dass sogar nonsens genehm ist, findet man einen ganz guten einstieg in das schreiben an sich. der anfang ist gemacht, die lust am schreiben meist geweckt und das lachen beim vorlesen der texte lockert ein wenig die körperhaltung.

web 2.0 und sucht

 

es geistert immer wieder durch die medien, auch durch das internet, dass kinder und jugendliche zu viel vor dem computer sitzen und neben den videospielen, generell internetsüchtig werden. doch auch erwachsene soll diese abhängigkeit inzwischen erfasst haben. anzeichen dieser sucht sind müdigkeit, unkonzentriertheit und soziale vereinsamung. und das muss behandelt werden.

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die kategorien in diesem blog

 

blogs haben ja den vorteil, dass sie im hintergrund zeigen, über welche suchanfrage die menschen auf den blog finden. dabei stellt sich bei diesem blog heraus, dass viele menschen informationen über „schreibschriften“ suchen. dazu gibt es hier leider keine infos. aber etliche andere bereiche werden abgedeckt, die ich hier einmal vorstellen möchte. denn wenn man in der rechten spalte eine der kategorien anklickt (sie sind etwas weiter unten versammelt), bekommt man alle artikel aufgelistet, die ich diesen kategorien zugeordnet habe. Also:

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