Tagesarchiv: 25. Mai 2008

schreibpädagogik und universitäten

 

einer der orte, an dem in den letzten jahren eine veränderung in bezug auf die vermittlung von schreibpädagogik zu verzeichnen ist, sind die universitäten. hat sich doch gezeigt, dass das wissenschaftliche schreiben, entweder bei fachartikeln, abschlussarbeiten oder kongressbeiträgen vielen sehr schwer gelingen und immer wieder zeitliche verzögerungen eintreten.

dabei beobachtete man, dass in den usa viele universitäten sowohl das fach „creative writing“ als eigenständiges fach anboten, dass die fachtexte aus den usa besser zu lesen waren und dass viele universitäten ihrem wissenschaftlichen personal eine schreibberatung anboten.

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schnickschnack (18)

einmal angefangen die archive im internet zu entdecken, findet man immer mehr. heute sei auf eine tageszeitung hingewiesen, die weltweit bekannt ist, und was den journalismus angeht, über jahrzehnte richtungsweisend war und wahrscheinlich auch noch ist, die „new york times„. sie hatte vor jahren ihre artikel ins netz gestellt, doch denen war ein kostenpflichtiger zugang vorgeschaltet. vor etlicher zeit hat sie dann ihre archive offen zugänglich gemacht. diese sind zu finden unter: http://www.nytimes.com/ . es ist zwar immer noch eine anmeldung notwendig und dabei sind die cookies auch frei zu schalten, aber es kostet nichts mehr.

und nun hat sie ihre archive aus den vergangenen jahrzehnten laut der süddeutschen zeitung vom samstag endgültig zumindest kostenlos für ihre abonennten geöffnet. also können abonennten einen blick über einhundert jahre zurück auf die geschichte new yorks und ihres landes werfen. sicherlich ein grandioser fundus für biografisches schreiben. aber auch so bietet die new york times einen umfassenden journalismus, der in einer zeitung viele verschiedene ansichten vereint, also nicht eine klare politische richtung vertritt.

schreibidee (20)

wesen aus der natur waren hier schon öfter grundlage einer schreibidee. bieten sie doch möglichkeiten, sich abseits der menschlichen welt auszudrücken und manches erlebnis zu verfremden.

dieses mal ist ein lebewesen grundlage der schreibidee, das in viele lebensbereiche der menschen hineinspielt und gerne als metapher herangezogen wird. der baum. alexandra hat vor jahrzehnten ihre emotionale beziehung zum baum als unübertroffene schnulze formuliert: „mein freund der baum“.

diese schreibidee bietet eine menge möglichkeiten den baum als anregung für schreibgruppen zu verwenden. angefangen bei der schreibaufgabe, einen text zum thema „auf welchem ast sitze ich, an dem ich gerade säge“ zu verfassen, über eine zeichnung von jahresringen, in die stichworte eingetragen werden könne, oder eine anregung, ein cluster, ein mindmap in baumform anzulegen, und die eigenen wurzeln und äste einzutragen, bis zu dem besuch eines parks, in dem sich alle teilnehmerInnen der schreibgruppe jeweils einen baum aussuchen, der ihnen besonders gut gefällt und einen text zu diesem baum verfassen.

durch ihre verwurzelung und ihre verästelung stellen bäume einen wert dar, der von allen menschen geschätzt wird. bäume liefern früchte, spenden schatten, heizen mit ihrem holz und führen uns am augenscheinlichsten die jahreszeiten vor.  also, nutzen sie die nutzpflanze kreativ und spiegeln sie sich und ihre schreibgruppe bei einer „baum“-sitzung in diesem wesen. es muss ja nicht gleich gefällt werden.