Tagesarchiv: 28. Mai 2008

schreibpädagogik und bibliotheken

wie hier schon häufiger erwähnt, wer schreibt, liest normalerweise auch, und nicht ausschließlich anderen vor. die meisten teilnehmerInnen, aber auch die anleiterInnen von schreibgruppen haben alle so ihre lieblingsbücher. sowohl fachliteratur, als auch profane prosa. alle haben ihre kleinen bibliotheken zuhause.

und manche schreibenden und lesenden arbeiten sogar in bibliotheken. auch wenn meinereiner das faible hat, die bücher, die gelesen werden auch zu besitzen, in der heutigen zeit ist dies nicht unbedingt notwendig und bei manchen büchern auch nicht möglich. also sollte man sich an bibliotheken wenden und erhofft sich personal, das auch gern liest und noch ein paar tipps geben kann. doch manchmal muss der kontakt mit der bibliothek gar nicht mehr durch einen persönlichen besuch hergestellt werden, denn vieles ist im internet zu finden. und dort gibt es jetzt auch einen blog für bibliothekarInnen, der vor allen dingen dieser berufsgruppe das internet nahebringen möchte: „lernen 2.0 – ein selbstlernkurs für bibliothekswesen„. denn wie viele berufsgruppen, müssen sich vor allen dingen auch bibliothekarInnen mit dem internet vertraut machen. die seite bedindet sich hier: http://lernen20.wordpress.com/ .

in diesem blog fand sich gerade ein wunderbarer link auf eine seite, die mal wieder die vorzüge des web 2.0 nutzt. nämlich das leichte sortieren vieler daten, auch nach ganz neuen kategorien. die seite „libraryThing“ ermöglicht es jedem, seine eigene kleine oder größere bibliothek ins netz zu setzen. soll heißen, eine liste zu erstellen, welche bücher sich im eigenen besitz befinden. außerdem besteht die möglichkeit zu den eigenen büchern eine kleine rezension zu verfassen. und dann kann man vergleichen, welche bücher besitzen die anderen, welches hab nur ich, und was schreiben die anderen über mein lieblingsbuch. inzwischen sind bei libraryThing ungefähr 26 millionen bücher verzeichnet. und auf der suchseite kann man bücher nach den verschiedensten kriterien suchen. also liebe schreibpädagogInnen, liebe schreibende, liebe lesende und liebe bibliothekarInnen, das web 2.0 hält viele informationen für euch bereit unter: http://www.librarything.de/

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schreibidee (21)

als schreibgruppenleiterIn überlässt man meist den teilnehmerInnen eigene assoziationen zu einem bestimmten thema anzustellen und daraus texte zu entwickeln. doch dieses mal wird der spieß umgedreht.

sie haben sicherlich schon ein thema für die nächste oder die zu planende sitzung im sinn. setzen sie sich hin und assoziieren mit einer der ihnen bekannten techniken zum beispiel zehn bis zwanzig wörter zum thema. und jetzt kommt die eigentliche arbeit (oder auch nicht). erstellen sie von hand oder mit hilfe eines meist kostenlosen computerprogramms ein kreuzworträtsel aus ihren begriffen. das heißt sie müssen fragen zu ihren assoziationen formulieren (wie bei jeopardy) und die begriffe auch noch in ein rätselraster anordnen. das anordnen übernehmen dann zum beispiel die computerprogramme. die fragen sollten nicht gleich so schwer wie in den rätseln des zeit- oder des süddeutschen-magazins sein, sonst besteht die sitzung ihrer schreibgruppe ausschließlich aus raten.

doch wenn alles fertig ist, kann ein kleines kreuzworträtsel ein spielerischer einstieg in das thema des schreibgruppentreffen sein. und wenn von den teilnehmerInnen alle worte erraten wurden, dann können sie sie auffordern, einen text zu den gelösten begriffen zu verfassen. sie können ihnen aber natürlich noch einmal eigene assoziationen ermöglichen, wenn sie nicht gar so stringent die gruppe anleiten möchten.