Tagesarchiv: 31. Mai 2008

biografisches schreiben und freundschaften

viele menschen beeinflussen uns im laufe unseres lebens. die familie kann nicht geleugnet werden, wir sind auf die eine oder andere weise mit ihr verbunden. partnerInnen begleiten einen lange zeiten. aber vor allen lebt man sein leben mit freundInnen. die besten freundinnen und freunde erleben einen in den momenten der zweifel, des zwists oder der trennungen. sie begleiten einen auf den höhenflügen und kennen manches geheimnis, das sonst jedem unbekannt ist.

bei der betrachtung der eigenen lebensgeschichte werden sie gern übersehen. da fallen einem die großen lieben, die partnerschaft, der beruf und vieles andere ein. nur freundInnen fristen ein randdasein, obwohl sie einen lang kennen und leiden gesehen haben.

so kann es beim biografischen schreiben sinnvoll sein, gute freundInnen gesondert zu betrachten. um einen unverblümten blick auf sich selbst zu bekommen, könnte man sie zum beispiel interviewen. oder man verfasst einen kleinen fragebogen an die freundInnen. Marcel Proust hat anscheinend einmal einen fragebogen verfasst, um menschen besser kennenzulernen. Zumindest hatte früher das faz-magazin bekannte personen den bogen ausfüllen lassen, siehe hier: http://www.hillschmidt.de/ger/faz.htm . nun könnte der biografische schreiber einen bogen formulieren, auf dem er erlebnisse und eindrücke der gemeinsamen zeit abfragt. den guten freundInnen fällt sicher noch anderes ein, das man aus gutem grund verdrängt hat. oder sie rücken aufgehübschte erinnerungen zurecht. außerdem wagen sie es am ehesten ein klares urteil über die eigene person zu sprechen und man nimmt es ihnen nicht übel. also nur mut und nachgefragt.

manchmal genügt es aber auch nur zeitlich aufzulisten, mit wem man im laufe seines lebens einmal sehr gut befreundet war. denn freundInnen können kommen und gehen wie partnerschaften. aus allen lebensabschnitten bleiben meist nur wenig übrig, was nicht bedeutet, dass die anderen keinen großen einfluss auf die eigene lebensgeschichte hatten. sind eben freundInnen.

Werbeanzeigen

kreatives schreiben und gefühligkeit

 

beim verfassen von texten fließt meist etwas von einem selbst ein. werden bei schreibideen die persönlichen gefühle angesprochen führt das nicht selten zu den ganz großen gefühlen. und die wollen geschrieben sein. in schreibgruppen ist dies kein problem, wenn sie dann vorgetragen werden. sollten sie aber der veröffentlichung entgegenstreben, ist es empfehlenswert, noch einmal einen blick darauf zu werfen.

Weiterlesen

satt.org – ein online-feuilleton

kultursüchtigen bietet sich im internet ein reichhaltiges angebot. jenseits der texte, bücher, filme und fotografien, finden sich auch seiten, die sowohl aktuelle termine als auch buchbesprechungen, lyrik, filmkritiken und mehr bieten.

eine sehr umfangreiche seite darüber, was kulturell so los ist und erwähnenswert scheint, bietet die homepage von satt.org. auf der startseite finden sich die aktuellen nachrichten, die sehr übersichtlich einzelnen sparten zugeordnet sind. darüber hinaus können die sparten auch noch direkt aufgerufen werden. neben den dort versammelten nachrichten und artikeln begeistern sie vor allen dingen durch ihre reichhaltigen linklisten, die sowohl auf andere homepages und blogs verweisen, als auch zu den seiten von zeitschriften und vereinigungen. hier bleibt beinahe kein wunsch unerfüllt.

man nehme sich also zeit, überlege sich, welcher kulturbereich einen momentan am intensivsten beschäftigt und klicke sich durch das reichhaltige angebot auf: http://www.satt.org/neu.html