Tagesarchiv: 5. Juni 2008

„das erste buch“ – ein buchtipp

wie haben bekannte und berühmte schriftstellerInnen es erlebt, ihr erstes buch zu schreiben? wie kam es zur veröffentlichung und welchen eindruck macht ihr buch heute auf sie, jahre später? eine interessante frage, nicht nur für die, die sich überlegen ein buch zu schreiben.

das buch „das erste buch – schriftsteller über ihr literarisches debüt„, das von renatus deckert herausgegeben wurde, gibt aufschluss über die beweggründe des schreibens. dabei zerstört es manche mythen, die menschen, die ein buch schreiben möchten, sich aber nicht richtig trauen, mit sich herumtragen. beinahe alle schriftstellerInnen in dem buch befinden, dass sie erst recht spät zum schreiben eines buches gekommen sind, im gegensatz zu allen anderen. viele schriftstellerInnen glauben, alle anderen um sie herum, hätten viel früher mit dem schreiben eines buchs angefangen. also keine panik, wenn sie nicht mehr so taufrisch sind und noch kein buch geschrieben haben, die zeit dafür vergeht nie.

wichtiger erscheint es nach den schilderungen der schriftstellerInnen, im richtigen moment die richtigen menschen oder interessierte menschen zu treffen. das ist sicherlich schwer zu steuern, wie auch alle berichten, sondern hat viel mit zufall oder auch glück zu tun.

ein wenig schade ist es, dass sich etliche für ihre frühen werke schämen. fangen wir doch alle ein wenig unbeholfen an. aber als überblick zum start ins schriftstellerInnenleben ist dieses buch wirklich gut. und es macht viel freude festzustellen, dass bekannte schreiberInnen auch nur menschen sind. die meisten gar nicht so unsympathische. das buch ist 2007 bei suhrkamp taschenbuch in frankfurt am main erschienen mit der ISBN 978-3-518-45864-8.

internet visualisiert

viele menschen kennen die abbildungen, die zum beispiel den datenverkehr im internet darstellen sollen. es ist der versuch die ganze virtualität, nämlich die bewegung digitaler daten in bilder zu fassen. diese bilder sollen häufig die dimensionen, die richtungen oder die geschwindigkeiten des datenverkehrs aufzeigen.

aber es gibt noch viel mehr versuche, das internet und web 2.0 bildlich darzustellen. so gibt es bilder, die die verlinkungen oder die vernetzungen aufzeigen sollen. oder es gibt den versuch die struktur einer homepage, die querverweise eines internetanbieters und vieles mehr aufzuzeigen.

eine der reichhaltigsten zusammenstellung solcher visualisierungen hat martin dodge vorgenommen. leider hat er die homepage nur bis 2004 im rahmen seiner tätigkeit zusammengestellt, so dass manches bild ein wenig veraltet ist. um aber einen überblick der dimensionen des datenverkehrs oder überhaupt der datenstrukturen und ihrer vielfältigen verzweigungen zu bekommen, lohnt sich allemal ein blick auf die seite, die hier zu finden ist: http://personalpages.manchester.ac.uk/staff/m.dodge/cybergeography/atlas/atlas.html . und etliche abbildungen sind mit links versehen, von denen manche auch noch aktuell sind.

schreibtechnik (11)

 

nachdem das letzte mal die knick- und falttexte vorgestellt wurden, ist es nur die logische folge, ein wenig über das dialogische schreiben zu schreiben. eine der techniken, die schwer allein zu bewerkstelligen sind.

vor allen dingen eines zeichnet das dialogische schreiben aus, der versuch, schriftlich auf eine andere person einzugehen. generell bewerkstelligen wir das in briefen, e-mails oder beim chatten. auch wenn man jemanden kaum kennt, stellt man sich beim schreiben den anderen, die andere mehr oder wenig vor. deshalb ist unser schreibstil in diesen momenten auch sehr davon abhängig, welche rolle die anderen einnehmen oder welche ich ihnen zuschreibe. so unterscheidet sich ein geschäftsbrief stark von einem liebesbrief. und jedesmal antizipiere ich die reaktion meines gegenüber.

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