schreibpädagogik und berufstätigkeit

 

welche berufstätigkeiten lassen sich mit der schreibpädagogik ausüben? eine schwierige frage, da es die eindeutige „schreibpädagogik“ nicht gibt. denn die schreibpädagogik umklammert sozuschreiben verschieden formen des schreibens: das kreative schreiben, das biografische schreiben aber auch das wissenschaftliche schreiben, das reflexive schreiben, das assoziative schreiben und so weiter. alles verschiedene herangehensweisen an das schreiben und alle mit dem ziel, zum schluss einen annehmbaren text erstellt zu haben.

die schreibpädagogik ist dabei eher die vermittlung der techniken, ins und ans schreiben zu kommen. darum kann man mit der schreibpädagogik auch tätigkeiten und berufe ausüben, die andere ins und ans schreiben bringen. das fängt an bei der tätigkeit als leiterIn einer kreativen schreibgruppe (ob in der volkshochschule, privat oder in anderen institutionen und firmen). ebenso vorstellbar ist das lehren von schreibmöglichkeiten an hochschulen und schulen. oder das coachen beim schreiben. oder das unterstützen beim schreiben der eigenen biografie. dazu kommen tätigkeiten in der werbung, in großen konzernen, um die geschäftspost zu coachen. oder in der jugendhilfe, in der schule, um junge menschen an ein unverkrampftes schreiben heranzuführen. dann der ganze therapeutische kontext, in dem es um die schriftliche reflexion der eigenen situation geht. oder man kann sich als schreibberaterIn niederlassen und allen menschen, die durch eine schreibblockade am schreiben gehindert werden, unterstützung anbieten. wahrscheinlich könnte man sich als redenschreiberIn verdingen, als korrektorInnen, als verfasserInnen von schreibratgebern, als betreiberInnen eines lesecafes oder veranstalterIn von literatur-workshops.

es ist feststellbar, dass die unklarheit über das lehrgebiet der schreibpädagogik die chance bietet vielfältige tätigkeiten auszuüben. dazu muss aber gesagt werden, dass viele dieser jobs eher brotlos sind. also sich erst lohnen, wenn man viele kundInnen, teilnehmerInnen oder klientInnen vorweisen kann. sollten all diese berufstätigkeiten nicht fruchten besteht immer noch die möglichkeit selbst zu schreiben und schriftstellerInnen zu werden. doch dazu muss man nicht schreibpädagoge/schreibpädagogin werden.

 

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