Tagesarchiv: 11. Juni 2008

web 2.0 und schreiben

 

es schreibt sich unterschiedlich in den angeboten des web 2.0. kluge menschen haben sich dazu etliche gedanken gemacht. am interessantesten finde ich den gedanken, dass das schreiben im web 2.0 einem aufgeschriebenen gespräch nahekommt. so unterscheidet sich schon die mail vom brief. noch größer sind die veränderungen aber bei blogs, in chats und in foren.

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biografisches schreiben und verwandtschaft

die eigene lebensgeschichte wird bei jedem menschen wesentlich von den anderen menschen um ihn herum beeinflusst. zu diesen menschen zählen bei vielen auch die verwandten. die kontakte zu tante, onkel, cousins und cousinen, oma und opa sind verschieden intensiv.

um sich diese kontakte noch einmal vor augen zu führen und sich an die verschiedenen erlebnisse mit den verwandten zu erinnern, kann es hilfreich sein, ein genogramm zu erstellen. das genogramm wird oft in therapien verwendet, doch es muss nicht automatisch therapeutisch wirken. was ein genogramm überhaupt ist, findet man hier bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Genogramm . es lohnt sich das bild unter „darstellung“ anzuklicken, um die größere variante zu sehen. denn in ein genogramm lassen sich neben der verwandtschaftsgrade auch die art der beziehung eintragen.

das erstaunliche bei dieser vorgehensweise ist es, dass einem eine gazne menge verwandte einfallen, an die man sich gar nicht mehr so erinnerte. außerdem führt man sich noch einmal vor augen, wie groß der einfluss der eigenen verwandschaft auf die lebensgeschichte war.

so ein genogramm kann man in etwas abgewandelter form übrigens auch für die eigenen freundschaften erstellen und in die zeichnung die überlegung aufnehmen, wie nah oder weit entfernt einem die menschen stehen. das lässt sich dann zeichnerisch umsetzen.

doch zurück zur verwandtschaft. es lohnt sich anschließend texte zu den menschen aus der verwandtschaft zu verfassen, die einem besonders nahe standen oder mit denen man die meisten erlebnisse hatte. abseits dieser vorgehensweise stellt sich generell die frage, wie der kontakt zur verwandtschaft aussah und aussieht. welche bedeutung hat familie für meine lebensgeschichte, wie intensiv sind die kontakte? gibt es ein großes familiengeheimnis, über das nicht gesprochen wurde? all dies kann für einen bedeutung haben beim verfassen der eigenen lebensgeschichte.

schreibidee (25)

nach dem rätsel gibt es noch eine andere form des ratens und schreibens, die man mit einer schreibgruppe wunderbar durchführen kann. ich meine eine rallye. dabei sind der eigenen fantasie keine grenzen gesetzt.

generell kann man erst einmal eine route festlegen und sollte im vorfeld prüfen, ob alle teilnehmerInnen eine faire möglichkeit haben von einem ort zum anderen zu kommen.  diese route lege ich in form eines rätsels oder einer aufgabe fest. es kann zwischenstationen, verschiedene weitere aufgaben oder schreibaufgaben geben, die den ganzen ablauf auflockern.

so ist es zum beispiel möglich die rallye an orten vorbeizuführen, die sich  als schreiborte eignen. das können sehr belebte orte sein oder weitere aufgaben, die an den orten zu finden sind. es geht vor allen dingen darum, spaß an einem spielerischen ablauf zu haben und gleichzeitig noch viele kleine texte zu schreiben. es bietet sich an, an den orten, die aufzusuchen sind, aufforderungen zu hinterlassen. zum beispiel: „lasst den ort fünf minuten auf euch wirken und verfasst dann ein abc-darium.“ am schlusspunkt, je nach wetterlage vielleicht draußen, werden die verschiedenen texte zur route vorgetragen.

dabei können wunderbare stadtrouten im laufe der zeit entstehen, die man für sich entwickeln kann und die auch in anderen schreibzusammenhängen genutzt werden können. bevor man eine rallye einplant, sollte man sich bewusst sein, dass die vorbereitung eine ganze menge zeit in anspruch nimmt. man müsste selbst die route ablaufen und vor allen dingen die rätsel an der route orientieren. das macht es für die teilnehmerInnen spannender. zudem lernen sie vielleicht selber ihre stadt noch einmal aus einem ganz anderen blickwinkel kennen.