schreibpädagogik und wissenschaften

 

in ungefähr einem monat endet das sommersemester an den universitäten und an anderen hochschulen. in ein paar wochen beginnen in den schulen die sommerferien. viele studentInnen und schülerInnen sitzen über ihren abschlussarbeiten, müssen praktikumsberichte verfassen oder hausarbeiten vollenden. in dieser zeit verzweifeln eine menge junge menschen an den anforderungen texte wissenschaftlich zu formulieren, fremdes wissen wiederzugeben und eigene ansichten darzustellen.

an wenigen hochschulen gibt es inzwischen schreibberatungen oder schreibgruppen für wissenschaftliches schreiben. eine einrichtung, die an us-amerikanischen universitäten häufig verbreitet sind. noch seltener sind schreibpädagogische ansätze in deutschen schulen vertreten. dabei wäre dies eine wunderbare vorbereitung für das spätere berufs- oder studiumsleben. das ist schade, denn die schreibberatung kann einen ganzen pool von techniken anbieten, die das wissenschaftliche schreiben erleichtern.

wer zum beispiel präsentationen hochwissenschaftlicher komplexe aus den angelsächsischen ländern mit denen des deutschsprachigen europa vergleicht, kann feststellen, wie verständlich man komplexe sachverhalte darstellen kann. manchmal kann es hilfreich sein, eine einfache sprache für komplizierte dinge zu wählen. doch diese sprache, vor allen dingen schriftliche sprache, muss erst einmal gefunden werden.

hierbei ist sowohl eine umfassende betreuung durch lehrende hilfreich (meist auch mangelware an deutschen bildungsstätten) als auch ein gefühl für das schreiben. dies kann sowohl durch formen des kreativen schreibens, auch in den wissenschaften, vermittelt werden, als auch durch etliche schriftliche assoziationstechniken. nehme man nur das freewriting oder das clustern / mindmapping als vorbereitung für abschlussarbeiten und zur thesen- und ideenfindung. das mindmap unterstützt das konzipieren einer kapitelstruktur, das clustern die assoziative verknüpfung verschiedener ergebnisse und ideen. und der ausdruck wird durch ein ausführliches feedback geschärft. alles dinge, die die schreibpädagogik vermitteln kann. dazu kommt noch eine ergiebige palette an formen der selbstreflexion sowohl zum schreibprozess als auch zum schreibprodukt, die für künftige arbeiten aber auch das aktuelle werk lernfortschritte erwarten lässt. die schreibpädagogik könnte viel leisten, würde man sie nur lassen.

 

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