Tagesarchiv: 17. Juni 2008

web 2.0 und macht

 

es wäre ein trugschluss zu glauben, das internet sei ein hort der offenheit und der demokratie. die zeiten sind schon lang vorbei, wenn es sie jemals gegeben hat. die neue version das web 2.0 ist inzwischen zu einem mächtigen apparat angewachsen und wird immer mächtiger.

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hobnox.com – nichts als medien

auch ein preisträger des grimme-online-award ist hobnox.com. dabei handelt es sich um eine seite die beinahe professionelle produktion von filmen, sendungen, interviews und übertragungen von konzerten kombiniert mit den neuerungen des web 2.0.

dabei werden verschiedenen medienmachern die möglichkeiten und die programme gegeben, um in verschiedenen kategorien beiträge zu gestalten. schwerpunkt sind musik, film und interview. diese beiträge können bewertet werden, es kann dazu gebloggt werden und es kann natürlich angeschaut werden.

die aufmachung kommt in einer beinahe einmaligen qualität daher. die filme nehmen fast den ganzen bildschirm ein, und sind nicht nur ein kleines schlecht gepixeltes fensterchen. der sound lässt auch nicht zu wünschen übrig und die schnitte sind in vielen bereichen professionell.

wenn dies bis jetzt nur die beta-version von hobnox.com ist, dann kann man gespannt sein, wie die endversion aussehen wird. interessant ist vor allen dingen die berichterstattung von der jungen kulturellen szene. bis jetzt ist das angebot noch in den anfangsphasen, doch vieles gestaltet sich sehr professionell. um diese professionalität zu fördern, wurde ein preis ausgeschrieben, der vor kurzem verliehen wurde. und eben selber einer empfangen vom adolf grimme institut. zu finden ist die seite unter: http://www.hobnox.com 

schreibtechnik (13)

was animiert einen zum schreiben? fragen! manchmal genügen einfache fragen, um eine antwort aufs papier zu bringen. dazu ist es notwendig, fragen zu stellen. die einfachste variante ist, andere menschen zu beauftragen, fragen an einen zu stellen. so ist es zum beispiel möglich, zu sagen: „ich möchte über meine biografie schreiben, kannst du mir mal zehn fragen dazu stellen?“

oder, schreibe auf, was du schon immer von mir wissen wolltest. oder, man spricht jemanden auf der straße an und fordert ihn auf einfach eine frage zu formulieren. man kann auch versuchen fragen über einen mailverteiler oder einen blog einzusammeln.

zum frage beantworten kann man dann eine form von freewriting wählen. man konzentriert sich auf die frage und schreibt zehn minuten die antwort, ohne zu unterbrechen drauf los. oder man fügt die fragen in eine tabelle, und beantwortet jede frage mit einem maximal zwei sätzen. immer nach dem prinzip, dort die tabelle auszufüllen, wo einem am schnellsten etwas einfällt. durch die paar sätze hat man schon angefangen zu schreiben. nun wählt man die frage aus, die einem am interessantesten erscheint.

und man kann sich fragenkataloge vornehmen. so gibt es zum beispiel das buch „anleitung zur autobiografie – in 300 fragen“ von gerhild tieger (ISBN 3-932909-49-6) im autorenhaus-verlag. man kann sich die fragen die bei iqlycos existieren vornehmen. man kann sich einen selbstbefragungskatalog tage vorher zusammenstellen und ein paar tage später beantworten.

man kann fragen nutzen, um über die antworten den start ins schreiben zu schaffen. und entweder aus allen antworten zusammen einen text entwickeln oder sich eine einzelne antwort auswählen, die zu einem text wird.