schreibpädagogik und e-learning

 

zurückkehrend zur eigentlichen fragestellung dieses blogs, möchte ich die frage betrachten, wieweit e-learning neue möglichkeiten für die schreibpädagogik eröffnet. handelt es sich dabei nur um eine digitalisierung des lernprozesses oder sind die chancen größer als im normalen schulunterricht? wo liegen die problematiken?

ein großer nachteil, um mit der negativen seite anzufangen, ist die häufig existierende ortsgebundenheit des e-learning. das heisst, es sollte mindestens ab und zu eine steckdose in der nähe sein. es kann nicht vorausgesetzt werden, dass alle lernenden ein laptop besitzt. und das laptop auch einen ausreichenden akku besitzt, der ein stromquellen-ungebundenes lernen ermöglicht. handschriftlich kann das lernen an sehr verschiedene orte verlegt werden, was gerade für kinder und jugendliche interessantere blickwinkel erlaubt.

auf der anderen seite ist das wissen, das sich inzwischen im internet befindet, eine unerschöpfliche quelle an anregungen, die nie vollständig ausgeschöpft sein wird. das macht es gerade in der schreibpädagogik möglich, auf viele anregungen zurück zu greifen. dazu ist es aber notwendig, eine gewisse geschwindigkeit beim schreiben im web zu erlangen. denn sonst erscheint das tippen nur als lästiges unterfangen, das mehr konzentration auf das buchstaben finden, denn auf die formulierung des inhalts erfordert.

ist das tippen aber kein problem, kann in sehr viel schnellerer form eine verknüpfung zwischen verschiedenen lernenden, eventuell auch ländergrenzen-übergreifend hergestellt werden. das bietet einen regen austausch der lernenden über ihre ergebnisse, ihre produzierten texte. und es besteht auch die möglichkeit mit den ergebnissen leichter und preiswerter an die öffentlichkeit zu treten (siehe homepage der grundschule in saarlouis). das löst bei teilnehmerinnen des e-learning zum großteil ein erfolgserlebnis aus und verstärkt zumindest die schriftlichen kommunikationskompetenzen.

zudem sind auch kontrolle und korrektur orts- und zeitungebundener möglich. hier ergeben sich vorteile für die lehrenden. nicht während der zusammenkunft muss alles geklärt werden, sondern von zuhause aus, kann auch vieles erledigt werden. das führt aber gleichzeitig zu einem großen nachteil. die arbeit ist nicht mehr klar von der freizeit getrennt. arbeit verlagert sich damit in alle lebensbereiche. und dies nicht nur für die lehrenden, sondern auch für die lernenden. wer in solchen momenten kein striktes zeitmanagement verfolgt verliert im laufe der zeit wichtige längere entspannungsphasen.

zusammenfassend kann geschrieben werden, dass sich gerade für die schreibpädagogik ein riesiges neues feld eröffnet, das in zukunft an bedeutung zunehmen wird. möchte die schreibpädagogik umsichtig sein, sollte sie aber neben dem e-learning auch auf den sinnvollen gebrauch des computers und webs hinweisen. dazu zählen aspekte wie zeitmanagement, sicherheit und privatsphäre. doch dann steht ein pool an schreibanregungen zur verfügung, wie selten.

die tu kaiserslautern bietet viele weiterführende links zu internationalen journalen, die sich mit dem e-learning beschäftigen unter folgendem link: http://ecampus.zfuw.uni-kl.de/online-angebote/online-journale.html . leider sind manche journale kostenpflichtig, aber ein blick auf das angebot lohnt sich.

 

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