schreibpädagogik und feedback zur schreibgruppe

es geht bei der anleitung von schreibgruppen nicht nur darum, sich das feedback für die texte zu organisieren, sondern es muss auch darum gehen, von den teilnehmerInnen feedback zur eigenen veranstaltung zu bekommen.

auch wenn alle gruppen verschieden sind und man die allgemeine gruppendynamik nicht vorhersagen kann, stellt sich doch für einen selber die fragen, wie gut oder schlecht man auf die jeweiligen situationen eingehen kann. also sollte man die teilnehmerInnen einfach fragen. und das kann in verschiedener weise geschehen.

zum einen macht es nach jedem treffen der schreibgruppe sinn, am ende eine kurze feedbackrunde einzubauen, die es den teilnehmerInnen ermöglicht, mitzuteilen, was ihnen das aktuelle treffen gebracht hat. ob sie für sich etwas neues erfahren haben, oder ob sie keine entwicklungen ausmachen konnten.

handelt es sich um eine mehrteilige schreibwerkstatt, kann es hilfreich sein, ein schriftliches feedback ganz am schluss zu organisieren. so kann man beim vorletzten treffen zettel mit fragen austeilen und die teilnehmerInnen bitten, eine beantwortung der fragen zum nächsten treffen mitzubringen. vielen gruppenteilnehmerInnen fällt es leichter, schriftlich rückmeldung zu geben, da sie ihre kritik zum einen klarer und ausführlicher formulieren können und da sie sie den anleiterInnen nicht ins gesicht sagen müssen.

gleichzeitig ist natürlich auch eine mündliche feedbackrunde zum abschluss und zum abschied einer schreibgruppe unumgänglich. wichtig dabei ist es von seiten der anleiterInnen sich lob und kritik anzuhören, ohne in eine verteidigung oder diskussion zu verfallen. es kommt manchmal vor, dass entweder die kritik unberechtigt personalisiert wird oder zu persönlich genommen wird. denn berechtigte fachliche kritik ist die beste chance als schreibgruppenanleiterIn sich weiterzuentwickeln. natürlich kann man manche problematik selber spüren oder wahrnehmen. aber man kann sich auch gewaltig täuschen, sollte also nicht ins deuten verfallen. es erscheint manchmal ungerecht, was einem eine gruppe rückmeldet, obwohl man sich so mühe gegeben hat. doch meist handelt es sich dabei eben nicht um eine kritik an der eigenen person, sondern an abläufen. dies kann man zum nächsten mal ändern.

zusätzlich kann es sehr hilfreich sind, sich entweder in intervision und evaluation mit anderen schreibgruppenleiterInnen zu begeben oder in supervision bei einer neutralen, außenstehenden person. denn wie beim schreiben, sind die meisten eigenen entwicklungen nur auf der basis eines feedbacks und einer selbstkritischen haltung zu erlangen.

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