Tagesarchiv: 11. Juli 2008

web 2.12 – imeem

gleich nach dem magazin für elektronische lebensaspekte sei hier eine praktische anwendung hinterhergeschoben. „imeem„, eine plattform für playlists, die auf einer social-software basiert. es können musik und videos hochgeladen werden, eigene playlists veröffentlicht werden und von allen anderen angeschaut und gehört werden.

so entsteht ein großer pool aus musik, video, fotografie und bewertungen. was hören die anderen? was gefällt mir? wer hat den angenehmsten mix zusammengestellt oder sind die aus bewertungen  generierten mixe am interessantesten? alles kann gehört und gesehen werden. und falls man sich die schönsten sachen herunterladen will kann man sich zu itunes oder amazon weiterschalten, um gegen eine bezahlung seine lieblingstitel zu erhalten. ansonsten kann einfach konsumiert werden bei einer seite, die einen mix aus last.fm und hobnox darstellt. und zwar hier: http://www.imeem.com/

DE:BUG – magazin für elektronische lebensaspekte

abseits der web 2.0-entwicklung gibt es auch andere lebensaspekte, die seit jahren von einer schnellen weiterentwicklung heimgesucht werden. so zum beispiel die elektronische musik. je leistungsfähiger die computer werden, um so mehr ist an ihnen möglich.

als einfacher nutzer fällt einem auf, wie sehr inzwischen musikdaten komprimiert werden können, ohne viel an qualität zu verlieren. oder welche unglaublichen dj-mixpulte für den pc angeboten werden. all dies und noch viel mehr sind thema in „de:bug„, eigentlich einer zeitschrift am kiosk, doch mit ausführlicher homepage. es geht um medien, podcasts, mode, musiktechnik, daten und lebensaspekten.

denn elektronik und virtualität durchziehen inzwischen beinahe jeden lebensbereich. weitere informationen sind zu finden unter: http://www.de-bug.de/ .

schreibaufgabe (08)

der innere zensor schlägt einem gern ein schnippchen und lugt aus jedem satz und jeder fuge grinsend ins internet. zeit, zurückzuschnippen. also keine vorsicht mehr walten lassen, sich vorwagen, aus der geschützten position der „lurker“ und losgeschrieben.

dieses mal ist alles möglich, das dem inneren zensor die schuhe auszieht. es ist in dieser schreibaufgabe ein „taktloser text“ zu verfassen. „political correctness“ und moral dürfen zuhause gelassen werden. es darf mal so richtig krachen.

also, jagt euren zensor durch die wohlgeformten worte und das schöne geschichtchen zur tür hinaus. der umfang sollte nicht länger als 500 worte sein.

schreibtechnik (15)

als schreibidee wurde hier schon einmal das dialogische schreiben verwendet. wenn sich also zwei menschen gegenübersitzen und einen schriftlichen dialog verfassen. werden diese dialoge dann vorgelesen, kann sich schnell herausstellen, dass sie sehr gestelzt klingen. ähnlich kann es aussehen, wenn man allein einen dialog verfasst. es ist gar nicht so einfach, die gesprochene sprache in geschriebene zu überführen. denn dialoge leben von auslassungen. am schönsten zeigt sich dies, wenn man transkripte von interviews anfertigt. plötzlich merkt man, wie wenige worte beim reden verwendet werden.

um in das schreiben eines dialogs reinzukommen, kann man sich entweder in eine diskussionsrunde mit guten freunden setzen und die gespräche einmal mitschreiben oder man setzt sich mit jemandem aus der schreibgruppe zusammen und führt einen mündlichen dialog, den man gleichzeitig notiert.

ersteres kann wegen der geschwindigkeit der gespräche schwierig werden. man sollte schon stenografieren können und selbst das kann noch zu langsam sein. man kann fragen, ob man die diskussion aufzeichnen darf, um sie später zu transkribieren. dabei sollte man aber nicht nur auf die worte achten, sondern auch auf den tonfall, der bei einem schriftlichen dialog eventuell umschrieben werden muss.

bei zweiterem hat es den vorteil, dass man satz für satz sprechen kann und dann gleich gemeinsam notiert. hier muss nur aufgepasst werden, dass man wegen des aufschreibens nicht zu gestelzt spricht, sondern versucht einen natürlichen tonfall beizubehalten.

sind keine anderen menschen zu hand, um dialoge zu üben und zu beoachten, dann hilft nur eines: den dialog erst einmal schreiben und sich selbst anschließend laut vorlesen. in diesem moment fällt einem häufig auf, wie verkrampft es klingt. zudem sollte man gleich den tonfall mit vorlesen, den man sich vorgestellt hat.

im laufe der zeit bekommt man ein gespür dafür, wie dialoge im realen leben klingen und wie sie beim schreiben umgesetzt werden können.