Tagesarchiv: 14. Juli 2008

maschinenwinter. wissen, technik, sozialismus. eine streitschrift – ein buchtipp

seit die kritik an der globalisierung und ihren folgen zunimmt und seitdem die menschen schwierigkeiten mit dem turbokapitalismus bekommen, ist der marxismus wieder hoffähig geworden. dietmar dath greift in seinem buch „maschinenwinter. wissen, technik, sozialismus. eine streitschrift“ die aktuellen gesellschaftlichen und ökonomischen fragen auf. dabei schaut er sich vor allen dingen die veränderten arbeitsbedingungen und besitzverhältnisse an. außerdem betrachtet er die technologische entwicklung, auch die neue medien, unter dem aspekt, wie groß der unterschied zur technischen revolution zu beginn des letzten jahrhunderts wirklich ist.

sind marxistische gedanken und revolutionäre überlegungen nicht mehr möglich? dath kommt zu einem gegenteiligen ergebnis und propagiert eine pragmatische aber deshalb nicht weniger effektive reaktion auf die verschlechterung der lebens- und arbeitsbedingungen vieler. dabei kritisiert er manchen intellektuellen neuentwurf der gesellschaft und greift lieber auf theorien zurück, die sich seiner ansicht nach bei der analyse der ökonomie bewährt hat, den marxismus und seinen fortführungen. erstaunlich, dass das feuilleton der frankfurter allgemeinen zeitung solch einen fulminanten gesellschaftkritiker bei sich beschäftigte. die streitschrift regt zum streiten an und ist in der noch jungen aber jetzt schon sehr spannenden „edition unseld“  beim suhrkamp verlag, frankfurt am main, dieses jahr erschienen. ISBN 978-3-518-26008-1

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schreibpädagogik und migrationshintergrund

 

kinder und jugendliche sind laut verschiedener untersuchungen die verlierer in unserem bildungssystem. anstatt ihre grundsituation zu verbessern wird häufig über die angemessene migration diskutiert. da viele menschen mit migrationshintergrund der deutschen sprache nicht vollständig mächtig sind, schließen sie sich gern selbst von angeboten, die mit schreiben zu tun haben, aus.

das ist schade, da sie mit großer wahrscheinlichkeit vieles aus einem anderen blickwinkel be“schreiben“ könnten. es gab schon einmal den versuch in berlin, eine schreibwerkstatt mit jugendlichen aus einem wohngebiet, in dem hauptsächlich menschen mit migrationshintergrund leben, durchzuführen. diese veranstaltung war sehr erfolgreich. denn es spielt beim kreativen schreiben erst einmal keine rolle, ob die grammatik eingehalten wurde oder ob die rechtschreibung korrekt ist. erst einmal geht es um den ausdruck der eigenen kreativität. und da können neologismen von migrantInnen eher eine auflockernde und umschreibende wirkung haben.

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verlag (7) – kiepenheuer & witsch

wie schon bei den bisher hier vorgestellten verlagen festzustellen war, bietet auch der verlag „kiepenheuer & witsch“ eine sehr ausführliche homepage. hier kann man alles finden, was einen verlag ausmacht. angefangen bei den kurzbeschreibung zu den autoren, über das aktuelle verlagsangebot und den gesamten bücherkatalog bis zu terminen von lesungen der eigenen autoren.

dazu kommt eine leiste mit aktuellen nachrichten aus der literatur, die einen bezug zum verlag haben. außerdem gibt es eine seite, auf der filmtrailer zu büchern anzusehen sind und interviews mit autoren, die im verlag veröffentlicht haben. und es gibt eine seite, auf der die autoren zu wort kommen mit kurzen interviews oder essays. nicht fehlen darf die verlagsgeschichte, die vor allen dingen in den 80er jahren einen rasanten sprung machte, als kiepenheuer & witsch vermehrt gesellschaftskritische bücher veröffentlichte und ein recht junges verlagsprogramm präsentierte.

eine sehr übersichtliche seite, die unter folgender adresse zu finden ist: http://www.kiwi-verlag.de/