Tagesarchiv: 19. Juli 2008

vorratsdatenspeicherung verändert verhalten in der kommunikation

am 27ten und 28ten mai 2008 führte das meinungsforschungsinstitut „forsa“ eine befragung in auftrag von „vorratsdatenspeicherung.de“ durch. dabei zeigte sich, dass einem teil der bürger die konsequenzen der zwischenspeicherung von persönlichen verbindungsdaten sehr wohl bewusst sind.

so äußerten 52 prozent der befragten, dass sie von einer kontaktaufnahme zu sensiblen einrichtungen wie ehe- oder drogenberatungsstellen per telefon,handy oder mail lieber absehen. war das internet eigentlich mal eine gute möglichkeit anonym an informationen zu gelangen, die mit scham und tabus besetzt sind, ist damit zu rechnen, dass der trend sich umkehrt. denn wer möchte schon in seinen daten stehen haben, dass er sich an eine hiv-beratungsstelle gewandt hat. die vermutung, dass man nur grundinformationen abfragt liegt erst einmal nahe. wenn man sich dann aber an eine stelle wendet, die informationen für hiv-positive menschen gibt, können schon ganz andere schlüsse gezogen werden.

der generalverdacht, der durch die vorratsdatenspeicherung über die bürger europas ausgeschüttet wird, liefert eben nicht nur daten zu terroristischen entwicklungen, wenn sich die terroristen an bestimmte kommunikationsformen halten, sondern vor allen dingen daten zu persönlichen problemstellungen. auch wenn die inhalte nicht abgespeichert werden, lassen sich doch rückschlüsse auf privates ziehen. oder wie ist es zu verstehen, wenn jemand die seite einer selbsthilfegruppe für männer mit prostatakrebs aufsucht.

eine kurzdarstellung der forsa-befragung als pdf-datei ist zu finden unter: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/forsa_2008-06-03.pdf . und die seite des arbeitskreises der gegner der vorratsdatenspeicherung ist zu finden unter: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/ .

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schreibpädagogik und kreativitätsforschung

 

woraus entsteht denn nun kreativität? eine frage, die vor allen dingen neurologen und psychologen keine ruhe lässt. gleichzeitig antworten, die oft ideologisch überfrachtet sind. ähnlich den ergebnissen der „glücksforschung“. denn beiden forschungszweigen steht eines voran: die frage danach was denn „kreativität“ oder „glück“ sei.

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4 monate „schreibschrift“-blog

was ist dazu zu schreiben? nicht viel, weiter geht es. nur zählen kann man:

6900 besuche – 500 schlagworte – 380 posts – 122 tage – 100 spam-kommentare – 96 kommentare – 35 schreibideen – 15 schreibtechniken – 9 schreibaufgaben – 7 verlage – 2 eigene rankings

klingt nett, sagt aber nichts über das eigene erstaunen aus, wieviel einem in dieser relativ kurzen zeit einfallen kann. bin doch selber erstaunt, was sich alles aus dem anfang, etwas zu web 2.0 und schreibpädagogik schreiben zu wollen, ergeben hat. es sagt auch nichts darüber aus, welches feedback ich neben den kommentaren per mail erhalten habe.

alles in allem eine eher positive überraschung, da ich recht kritisch an den selbstversuch herangegangen bin und mit vielem rechnete, nur nicht mit so einer resonanz zu diesem thema. deshalb auch die klare entscheidung, es wird weiter gebloggt, kritisiert und manchmal genervt. feedbacks immer erwünscht und irgendwann vielleicht auch mal ein paar mehr texte zu den schreibaufgaben. danke für das interesse.