Tagesarchiv: 27. Juli 2008

schnickschnack (30)

da ich weiterhin der meinung bin, dass kunst, also malerei, architektur, design, film und dergleichen wunderbare schreibanregungen sein können, hier zwei kunstorientierte hinweise.

zum einen der klassiker der deutschen kunstzeitschriften „art„. die zeitung hat vor einer weile ihre homepage überarbeitet, jetzt letztendlich in ein blogformat gebracht und bietet etliche infos abseits der gedruckten ausgabe. vor allen dingen interviews mit diversen künstlern und kunstinteressierten finden sich auf der seite. aber auch rubriken wie „lieblinks“ (mit hinweisen auf interessante homepages“, „gib mir fünf“ (fünf tipps der woche), bildstrecken und dossiers. daneben gibt es aktuelle news aus der kunstszene und vom kunstmarkt. zu finden ist die seite unter http://www.art-magazin.de .

unter den „lieblinks“ war vor allen dingen ein sehr ansprechender blog, von dem der titel schon viel verspricht: „we-make-money-not-art„. in dem blog wird versucht die szene der modernen kunst zu bündeln und vor allen dingen einen überblick über aktuelle ausstellungen und aktionen zu geben. dabei kommt ganz schön was zusammen, auch unterfüttert mit interviews, und in praktischen kategorien gebündelt. so lassen sich für einzelne städte die aktuellen ausstellungsberichte abrufen. zu finden ist die seite unter: http://www.we-make-money-not-art.com/

schreibidee (38)

es gibt besondere sprachen, die man in schreibgruppen für schreibanregungen nutzen kann. ein schönes beispiel für sehr schlichtes und dramatisches sprechen liefert die serie „csi miami“. wenn horatio ganz emotional wird, dann sagt er sätze, wie: „das ist ein schweres verbrechen“. oder er stellt bei einer untersuchung fest: „von hier aus muss der täter geschossen haben.“ bei dieser serie weiß man, woran man ist.

nun kann man in der schreibgruppe nach zehn minuten fernsehen auffordern, ähnliche dialoge zu verfassen. doch dies ist nur die vorform für die nächste schreibanregung. denn nun werden die aussagen und handlungen noch stärker verkürzt. die schreibgruppe soll sich an comics orientieren. hier gibt es immer minimalen verbalen schlagabtausch. als einstieg bietet sich eine bildersequenz mit sprechblasen an, die ausgefüllt werden müssen.

danach wird die gruppe aufgefordert, minimaldialoge zu schreiben. dabei dürfen, wie im comic auch geräusche notiert werden. man kann sogar ein spiel daraus machen, dadurch dass texte geschrieben werden, die aus kurzen dialogen und geräuschen bestehen, und anschließend die schreibgruppe raten muss, wo dieser dialog handelt oder worum es sich handelt (es können dabei bücher in comicformat gebracht werden).

und da die comics mit ihren geräuschen nicht mehr weit weg sind von lautmalerischen gedichten, sollten diese gedichte als abschluss noch geschrieben werden. worüber sie handeln bleibt freigestellt. so kann mit kleinen übungen ein gespür für den klang der sprache geweckt werden.