„schreiben lernen – schreiben lehren“ – ein buchtipp

die schreibpädagogik bemüht sich das schreiben, meist das kreative schreiben, zu lehren. doch das klingt oft leichter, als es in wirklichkeit ist. vieles kann im wege stehen, anderen schreibtechniken und schreibformen zu vermitteln. das fängt schon bei der frage an, welches schreiben denn vermittelt werden soll. handelt es sich um menschen, die nur nach dem eigenen ausdruck suche oder haben sie vor den beruf des schriftstellers, der schriftstellerin zu wählen. und was müssen schriftstellerInnen heute wissen, was kann man ihnen überhaupt vermitteln. josef haslinger und hans-ulrich treichel versammeln in dem buch, das sie herausgegeben haben, „schreiben lernen – schreiben lehren“ illustre gäste aus der schreibenden zunft und aus der schreibpädagogik, die sich über die schreiblehre und das schreiben lernen in aufsätzen und essays gedanken machen. mir persönlich hat besonders der beitrag von nirav christophe gefallen, der der strukturiertheit mancher schreibpädagogischen konzepte widerspricht. sehr schön ist die sequenz, in der er feststellt, dass etliche schreibende, die auch das schreiben lehren, sich nicht an ihre eigenen ratschläge halten und lieber einfach drauflos schreiben.

ja, es gestaltet sich nicht leicht die schreibpädagogik in die praxis umzusetzen. und was sind die lernenden eigentlich bereit zu lernen? wahrscheinlich lässt es sich nicht vorhersagen, aber zumindest die gedanken anregen, durch dieses nicht ganz frische buch. es ist 2006 im fischer taschenbuch verlag erschienen und hat die ISBN 978-3-596-16967-2

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