Tagesarchiv: 31. Juli 2008

eine neue suchmaschine?

angeblich soll es eine neue suchmaschine geben, die google konkurrenz machen wird. vollmundig wurde verkündet die suchmaschine „cuil“ („cool“ ausgesprochen) durchsuche mehr seiten als google. das mag ja sein. wenn man aber auf die seite geht: http://www.cuil.com  und sie ausprobiert, stellt sich heraus, die ergebnisse sind ein wenig seltsam. oder anders gesagt, sie werden ergebnisse finden, die nicht sortiert sind. es gibt anscheinend nicht die form von ranking, wie bei google.

dem widerspricht erst einmal nichts. doch leider wiederholen sich manche ergebnisse ständig, wenn man weiterklickt. nicht nur das, sondern es tauchen vor allen dingen kryptische seitenbeschreibungen auf. im gegensatz zu google wird pro seite mehr angezeigt, doch anscheinend auch die daten der metatags oder dergleichen.

aber das können ja anfangsprobleme sein, außerdem widmet sich die suchmaschine erst einmal schwerpunktmäßig englischsprachigen seiten. die suchmaschine soll vom internet lernen und nicht von den benutzerdaten. das könnte ein großer vorteil gegenüber google sein. hoffen wir einmal, dass die seite zur zeit noch lernt. denn wenn man einmal suchbegriffe eingibt, vor allen dingen zu bekannten personen, dann bekommt man einen ausführlichen überblick. und noch vieles andere an informationen wird zur verfügung gestellt. die werbung hat jedenfalls funktioniert auf, „cuil“ wurde an verschiedenen stellen hingewiesen. jetzt muss nur noch was draus werden.

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web 2.0 und olympia und zensur

erst vor ein paar tagen war hier die macht der administratoren thema. und schon zeigt sich die verletztlichkeit des „freien internets“. die chinesische regierung versperrt den journalisten der gesamten welt den weg ins internet. nicht vollständig, auf sportseiten dürfen sie noch. und das ioc schafft es gerade einmal zu der aussage, dass ihnen das wichtigste sei, dass über den sport berichtet werden könne.

das bedeutet also, dass hinter dem sport keine menschen mehr stecken mit eigenen geschichten. und dass im publikum des großevents auch keine menschen mehr mit eigenen geschichten sitzen. hat man doch immer soviel davon gehalten, mit den olympischen spielen gleichtzeitig land und leute vorzustellen. das ist vorbei.

nur noch schlimmer scheint eins. bis jetzt konnte man nichts davon hören, dass sich einer der sponsoren aus dem geschäft zurückgezogen hätte oder dass eine zeitung, ein sender gesagt hätte, unter solchen bedingungen übertrage man nicht aus china. die ethik des journalismus ist endgültig hopps. wäre es doch ein leichtes, wenn alle sich zusammenschließen würden und erklärten, ab diesem moment nicht mehr von der olympiade zu berichten. wie schnell würde wohl einen chinesische regierung reagieren und vor allen dingen wie schnell wären die sportfunktionäre bemüht dem missstand abhilfe zu schaffen.

und so sind also an den verteilerknoten des internets sperren eingerichtet, um binäre codes der ungerechtigkeit nicht durch die leitungen zu lassen. man kann nur hoffen, dass manche findiger sind und trotzdem von land und leuten berichten. und man sollte das ioc vollständig austauschen, hier werden junge menschen nicht in sportlich faire wettkämpfe geschickt, sondern sie werden in eine propagande-maschinerie eingespannt, und ihre karriere steht auf dem spiel, sollten sie sich nicht darauf einlassen. dass alles politisch ist, auch ein sportgroßereignis, wird von den offiziellen geleugnet. na dann können wir endlich die nationalen wettkämpfe abschaffen.