Monatsarchiv: Juli 2008

verlag (8) – fischer verlag

auch der fischer verlag vereint mehrere verlage unter einem dach. so den s.fischer verlag, den fischer taschenbuch verlag, den scherz verlag, den krüger verlag, den o.w. barth verlag, den verlag schatzinsel und theater & medien. allein dadurch wirkt die seite schon opulent.
sehr angenehm ist es, dass bei den autoren vor allen dingen ihre veröffentlichten bücher im verlag angezeigt werden. dazu gibt es noch ein paar extraseiten, zum beispiel zu thomas mann und franz kafka. bei mann mit hörproben und fotografien. und es gibt, wie bei vielen anderen verlagen auch, inzwischen eine multimediaseite, die die werbetrailer anbietet, hörproben oder ein wenig blättern im buch erlaubt. und zu jedem verlag seine eigene verlagsgeschichte. anscheinend hat in den letzten jahrzehnten das verlagzusammenlegen um sich gegriffen. jedenfalls bündeln viele der bisher vorgestellten verlage, einige kleinere verlage unter ihrem dach.
der fischer verlag bietet jedenfalls alles, was man zur werbenden information über sein verlagsprogramm benötigt. den rest entscheiden hitlisten, rankings und eigene lesewünsche. zu finden ist der verlag unter: http://www.fischerverlage.de

web 2.0 und internet-online-kurse

das internet und im besonderen das web 2.0 bieten viele dinge, die der mensch nicht in der schule hatte, die schwer zu verstehen sind und die nicht durch learning-by-doing zu bewerkstelligen sind. man benötigt also jemandem, der einem zeigt, wie es geht oder man braucht schriftliche informationen.

beides gleichzeitig kann man in online-kursen bekommen. jemandem, der einem zeigt, wie es geht, dies aber in schriftlicher form. und es gibt die kurse kostenfrei. doch sie beziehen sich meist auf das internet in form des html-codes. leider gibt es bis heute wenig zum web 2.0 und seinen neuerungen.

das ist erst einmal nicht so schlimm, da in vielen bereichen, auch im web 2.0, die herkömmliche form des internet immer noch eine rolle spielt. ein grundverständnis über die herkömmliche programmierung einer homepage macht es einem zum beispiel einfacher, das layout eines blogs über cascading-style-sheet (css) zu verändern.

eine sehr ausführliche informationsvermittlung bietet bernd zimmermann, von dem zusätzlich ein umfassendes glossar stammt. zu finden ist seine seite hier: http://www.www-kurs.de/

ähnlich aufgebaut, vielleicht nicht ganz so ausführlich sind die seiten von norbert böing (hier: http://www.zum.de/internetkurs/ ) und stefan bucher (hier: http://www.stefanbucher.net/tutorial/ ).

aktueller, aber mit login versehen, ist auf der seite „letua – tutorials für lehrer“ ein kurs zu finden, der möglichkeiten vermittelt, wie man das internet zu kommunikation und informationssammlung mit seinen schülerInnen verwenden kann: http://www.letuo.de/WebObjects/Lehrer-Tutorials.woa/cms/1086379/Kommunikation-&-Kooperation-im-Internet.html

und als interessanter beständig wachsender kurs über das web 2.0 kommt der blog „lernen 2.0 – ein selbstlernkurs für bibliothekswesen“ daher. hier werden die ganzen neuerungen des internets vorgestellt: http://lernen20.wordpress.com/

wer nach all dem noch fragen hat, kann sich vielleicht in seinem freundeskreis umhören, ob es nicht einen internetexperten gibt, der weiterhelfen kann.

bloggen als selbsterfahrung (2)

man muss anscheinend erst eine zeitlang ins blaue hinein bloggen, bis sich der blog so etabliert, dass immer mehr zurückmeldungen kommen und ein interesse am blog entsteht. bei manchen blogs habe ich das gefühl, sie haben einfach zu schnell aufgegeben.

es ist aber auch die frage, was man von einem blog erwartet. die besuchermassen sind bei einem blog zur schreibpädagogik nicht zu erwarten. es zeigt sich aber an den suchbegriffen, dass sich immer mehr menschen hier wiederfinden, für die auch die posts gemacht sind. das gefällt mir. einziges problem, das mit der „schreibschrift“, die so viele lernen wollen. ich hätte nie gedacht, dass es so viele menschen gibt, die im internet nach schreibschriften und ihren ausführungen suchen. diesen habe ich ein kleines angebot gemacht, wo sie weitere informationen finden können, doch da gehen die wenigsten hin. anscheinend ist die geduld dann doch zu gering, sich einmal kurz umzuschauen. finde ich nicht schlimm, da ich auch zur suchmaschine zurückkehre, wenn ich denke „hier bin ich falsch“.

spaßig finde ich es, dass ich von manchen direkt mit name gesucht werde. da würde mich natürlich interessieren wer das ist. vielleicht suchen die aber auch den zahnarzt, der den gleichen namen wie ich hat oder sich zumindest manchmal genauso schreibt.

vielleicht können sie das nächste mal eingeben „christof zirkel gesucht von xy“, das sehe ich dann in der blogstatistik und weiß, wer mich auf dieser welt sucht. ansonsten findet man in diesem blog aber auch meine mailadresse, um sich direkt an mich zu wenden.

die ideen gehen weiterhin nicht aus, der selbstversuch für die masterarbeit ist abgeschlossen, jetzt wo es erst richtig interessant wird. zum beispiel das post zu den schwulen suchmaschinen, hatte es doch gleich in der folge 20 neue spam-kommentare, die gefunden wurden. entweder lag es am tag oder doch am begriff, kaum taucht „schwul“ auf, wird schon gespamt. wahrscheinlich mit vorliebe zu viagra. erstaunlich, was sich im hintergrund immer so ergibt. vielleicht sollte ich zu jedem post das schlagwort „schwul“ schreiben und ich würde alle rekorde an spam-kommentaren brechen 😀

die macht der admins oder wer weiß das passwort

das internet ist ungerecht. die oberfläche darf jeder anschauen, aber in die tiefen der programme und den hintergrund dürfen und können nur wenige sehen. die administratoren. das kann zum problem werden, wie gerade in san francisco geschehen. der für das städtische computernetz zuständige mitarbeiter fühlt sich schlecht behandelt und hat die schotten dicht gemacht. jetzt sitzt er im gefängnis und verrät das passwort nicht. siehe artikel von spiegel-online unter: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,566187,00.html . das städtische computernetz liegt in gewisser weise lahm. 

die vorkommnisse zeigen eines sehr schön, wie anfällig die computernetze in wirklichkeit sind. hier treffen sich die debatten um die atomkraftwerke und die freiheit des internet. menschen sind im spiel. und einer der vorteile des menschen ist es, dass er nicht immer rational reagiert. das ermöglicht ihm in problematischen situation unkonventionelle lösungen. aber es bedeutet auch, dass es bei angeblich sicheren einrichtungen immer einen unsicherheitsfaktor gibt, der nicht auszuschließen ist. das sollte bei sogenannten risikoabschätzungen berücksichtigt werden, wenn man die atomkraft propagiert. das sollte aber auch jedem klar sein, der glaubt, im internet auf der sicheren seite zu sein.

autoritäre staaten demonstrieren sehr sichtbar, wie der zugang zum web beschränkt werden kann, muss man doch nur über den knotenpunkt verfügen können. und hier befindet sich das netz in einem machtspiel, das im hintergrund verläuft und dem nutzer kaum sichtbar ist. kritische distanz zum informationsangebot im netz ist in diesem zusammenhang zu empfehlen. denn die wahrscheinlichkeit, dass es noch viele informationen neben dem web gibt, ist groß. festzuhalten ist gleichzeitig, dass dies bei anderen medien genauso thema ist, auch hier spielt die verfügung über die informationsmacht eine rolle.

die welt ist ungerecht. 😛

mein persönliches wort-wendungs-ranking (3)

es ist wieder an der zeit die unsäglichkeiten und unschreiblichkeiten in einem ranking aufzulisten. irgendwer hat es dann doch gesagt oder aufgeschrieben und deshalb hier die superultimativen wort-wendungen:

 

1. „pregnancy hill„: die aktuellste und treffendste bezeichnung für den fortpflanzungsfreudigsten kiez in berlin, den prenzlauer berg

2. „nur nackt ist billiger„: kik hat sich der bevölkerungsarmut angenommen und der anblick könnte in den nächsten jahren interessant werden

3. „übergewicht? nimm jesus„: wenn der glaube pfunde versetzt freut es den deutschen verein für gesundheitspflege e.v.

4. „summer must-haves„: was brauchen nach der ansicht von pantene pro-v summer (also wespen, bienen und dicke fliegen)?

5. „vanish oxi-action-power-weiß mit intelligence-formel„: womit reinigen dann dumme? trash proxy-flower-scheiss mit stupid-formel 😮

6. „bayern ist da, wo der bund hin will„: liebe angela, ich schreib nur, ab in die berge!

7. „initiative für das gute gespräch„: jacobs sorgt dafür, dass jeder mit seinem computer ein gutes gespräch führen kann: http://www.initiative-fuer-das-gute-gespraech.de 

8. „zeitnah„: ein wort wie ein hammer, das erst zeitfern wirkt

9. „slow food„: nicht langsame füße sind das problem, sondern essen das auf dem teller liegen bleibt und nicht mehr wegrennt

10. „zeit des genießens – tipps für reisefreudige in den besten genuss-jahren„: in zusammenarbeit mit den 50+hotels. wir wussten es schon lange, erst nach den wechseljahren kann man den sex genießen

 

weitere sinnlose äußerungen sind zu finden unter:

wort-wendungs-ranking (1)

wort-wendungs-ranking (2)

schreibidee (36)

nachdem es das vorletzte mal auf reisen ging, möchte ich es noch einmal aufgreifen und eine besondere fantasiereise vorschlagen. in kombination mit entspannungsübungen wird eine überraschung offenbart. es ergibt sich dadurch eine psychologische variante der fantasiereise, die gut angeleitet werden sollte. aber sie kann auch zu weiteren ideen und verrückten geschichten führen.

in einer schreibgruppe können sich zu diesem zweck alle teilnehmerInnen bequem auf ihre stühle setzen und die augen schließen. dabei konzentrieren sie sich auf die durchblutung bestimmter körperbereiche, es wird also eine kleine „reise durch den körper“ veranstaltet. anschließend, wenn alle ein wenig entspannt auf den stühlen sitzen, die augen sind noch geschlossen, stellt man sich eine landschaft vor. sie wird durch die leitung beschrieben. als leitung der schreibgruppe kann man dabei seiner fantasie freien lauf lassen, ob es sich um eine zerklüftete felslandschaft, eine almwiese, einen kleinen bachlauf im wald oder eine meeresküste handelt.

irgendwann sollten die teilnehmerInnen der schreibgruppe auf ein päckchen oder paket treffen. sie öffnen das und sind überrascht. dieser vorgang muss natürlich von der leitung langsam und ausführlich beschrieben werden. aber es ergibt sich die frage für jede(n), was sich in dem paket befindet? für alle findet sich dort etwas anderes. und das ist, nachdem langsam wieder die augen geöffnet wurden zu beschreiben, in eine geschichte oder in einen text zu packen. und es soll für einen selber ein wirkliches überraschungspaket sein. die teilnehmerinnen mögen sich selbst überraschen. und wenn sie dann lust haben, dann stellen sie sich gegenseitig die überraschungen vor.

biografisches schreiben und moden

das online-jugendmagazin der süddeutschen zeitung, „jetzt.de“ stellt seit einiger zeit auf die gedruckte seite des magazins eine sogenannte „produktbiografie“. zu finden ist die startseite unter: http://jetzt.sueddeutsche.de/ . und dann muss man in das suchfeld den begriff „produktbiografie“ eingeben, schon finden sich alle beiträge der mitarbeiter. eine biografie von mitarbeitern entlang eines produkts also zum beispiel entlang des frühstücks, der lieblingsfernsehserien oder der hosen, die man im laufe seines lebens getragen hat.

denn unser leben wird nicht nur von verwandten, freunden und unseren eigenen bedürfnissen bestimmt, es wird ebenso von den gesellschaftlichen moden und trends beeinflusst. angefangen bei der angesagten musik über fernsehmomente, die jeder gesehen hat bis zu zeitungen und zeitschriften, die es einmal gab. erinnern sie sich vielleicht noch an die zeitschrift „tempo“, die mal unglaublich hipp in den 80ern und 90ern war und sozusagen im frechen popjournalismus endete? etliche die dort schrieben veröffentlichten später postmoderne bücher.

oder die karottenjeans und bundfaltenhosen, die anfang der 80er viele trugen? erinnern sie sich noch an die popper, die frisuren trugen, wie heute die jugend, nur ein wenig fluffiger aufgepufft?

für die eigene lebensgeschichte kann es interessant sein, einen blick auf produkte des eigenen lebens zu werfen und zu sehen, wie sich diese verändert haben. mit was haben sie früher ihre musik angehört und mit was heute? kaum verändert hat sich das „nutella“-glas. dagegen hat sich zum beispiel „persil“ von einem großen pulver-karton zu einem flüssigen waschmittel in einer kugel zu megaperls und wäschetabs und wieder zurück entwickelt.

interessanter neben der produktentwicklung, dem design und den inhaltsstoffen scheint mir aber, im nachgang zu betrachten, von was man sich beeinflussen ließ. weshalb habe ich zum beispiel die mode mit den entsetzlichen pastelltönen damals anfang der achtziger mitgemacht? wie habe ich mich von moden distanziert und unterliege ich heute noch welchen? den menschen, der frei von  gesellschaftlichen trends lebt, den möchte ich kennenlernen. es sind nicht immer die gleichen trends, aber trends bleiben es doch. und wenn man genau hinschaut, dann wurden sie einem nahegelegt. nur eines habe ich nicht verstanden, wieso benötigt man frischkäse in scheiben und wie basteln die den?

vorratsdatenspeicherung verändert verhalten in der kommunikation

am 27ten und 28ten mai 2008 führte das meinungsforschungsinstitut „forsa“ eine befragung in auftrag von „vorratsdatenspeicherung.de“ durch. dabei zeigte sich, dass einem teil der bürger die konsequenzen der zwischenspeicherung von persönlichen verbindungsdaten sehr wohl bewusst sind.

so äußerten 52 prozent der befragten, dass sie von einer kontaktaufnahme zu sensiblen einrichtungen wie ehe- oder drogenberatungsstellen per telefon,handy oder mail lieber absehen. war das internet eigentlich mal eine gute möglichkeit anonym an informationen zu gelangen, die mit scham und tabus besetzt sind, ist damit zu rechnen, dass der trend sich umkehrt. denn wer möchte schon in seinen daten stehen haben, dass er sich an eine hiv-beratungsstelle gewandt hat. die vermutung, dass man nur grundinformationen abfragt liegt erst einmal nahe. wenn man sich dann aber an eine stelle wendet, die informationen für hiv-positive menschen gibt, können schon ganz andere schlüsse gezogen werden.

der generalverdacht, der durch die vorratsdatenspeicherung über die bürger europas ausgeschüttet wird, liefert eben nicht nur daten zu terroristischen entwicklungen, wenn sich die terroristen an bestimmte kommunikationsformen halten, sondern vor allen dingen daten zu persönlichen problemstellungen. auch wenn die inhalte nicht abgespeichert werden, lassen sich doch rückschlüsse auf privates ziehen. oder wie ist es zu verstehen, wenn jemand die seite einer selbsthilfegruppe für männer mit prostatakrebs aufsucht.

eine kurzdarstellung der forsa-befragung als pdf-datei ist zu finden unter: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/forsa_2008-06-03.pdf . und die seite des arbeitskreises der gegner der vorratsdatenspeicherung ist zu finden unter: http://www.vorratsdatenspeicherung.de/ .

schreibpädagogik und kreativitätsforschung

 

woraus entsteht denn nun kreativität? eine frage, die vor allen dingen neurologen und psychologen keine ruhe lässt. gleichzeitig antworten, die oft ideologisch überfrachtet sind. ähnlich den ergebnissen der „glücksforschung“. denn beiden forschungszweigen steht eines voran: die frage danach was denn „kreativität“ oder „glück“ sei.

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4 monate „schreibschrift“-blog

was ist dazu zu schreiben? nicht viel, weiter geht es. nur zählen kann man:

6900 besuche – 500 schlagworte – 380 posts – 122 tage – 100 spam-kommentare – 96 kommentare – 35 schreibideen – 15 schreibtechniken – 9 schreibaufgaben – 7 verlage – 2 eigene rankings

klingt nett, sagt aber nichts über das eigene erstaunen aus, wieviel einem in dieser relativ kurzen zeit einfallen kann. bin doch selber erstaunt, was sich alles aus dem anfang, etwas zu web 2.0 und schreibpädagogik schreiben zu wollen, ergeben hat. es sagt auch nichts darüber aus, welches feedback ich neben den kommentaren per mail erhalten habe.

alles in allem eine eher positive überraschung, da ich recht kritisch an den selbstversuch herangegangen bin und mit vielem rechnete, nur nicht mit so einer resonanz zu diesem thema. deshalb auch die klare entscheidung, es wird weiter gebloggt, kritisiert und manchmal genervt. feedbacks immer erwünscht und irgendwann vielleicht auch mal ein paar mehr texte zu den schreibaufgaben. danke für das interesse.

web 2.0 und virtuelle festplatten

 

inzwischen haben wir alle gelernt (oder fast alle), einen computer ohne firewall und antivirenprogramm sollte man nicht auf das internet loslassen. anhänge in unbekannten mails sollten nicht geöffnet werden. seine persönlichen daten gibt man nicht aufgrund einer angeblichen mail von der eigenen bank in ein online-formular ein.

das ist die vorsichtige seite des surfens, der vorsichtige kontakt mit mail und web 2.0. auf der anderen seite deponieren viele menschen ihren kalender mit terminen, ihr adressbuch, bilder, texte oder arbeitsdaten auf kostenlosem oder gegen eine gebühr eingerichteten virtuellen speicherplatz außerhalb der eigenen festplatte. wie kommt man auf so eine idee?

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schnickschnack (29)

wenn sie in städten und landschaften menschen sehen, die wirken, wie wenn sie außerhalb der saison ostereier suchen. die mit geräten, einer art peilsender, durch parks huschen und über plätze irren oder ihr handy in diverse richtungen halten, dann haben sie sie vielleicht dabei beobachtet, wie sie „geocaching“ machen.

bei „geocaching“ handelt es sich um eine art weltweite schnitzeljagd mithilfe von gps. nicht das auto sagt einem wo´s langgeht, sondern eine homepage, in die man sich kostenlos einloggen kann, zeigt einem, wo in der nähe kleine schätze verborgen sind. zur groben anzeige über google-maps, gehören oft die koordinaten des genauen breiten- und längengrads. manchmal ist noch ein rätsel zu lösen, um die letzte zahl der ortsbestimmung zu erhalten. und dann steht man an dem ort, den man besuchen möchte und beginnt zu suchen. denn dort ist entweder nur ein kleines filmdöschen abgelegt, das eine art logbuch enthält, in das man sich eintragen kann, oder es handelt sich um eine kleinere tupperdose, in der sich codierte spielmünzen oder ein codierter anhänger, der mit einer aufgabe verbunden ist, befinden.

alle vorher notwendigen informationen für eine weltweite schnitzeljagd findet man unter: http://www.geocaching.com/ . und dann ab durch die parks und über die parkplätze in der hoffnung, dass den schatz nicht vorher die stadtreinigung gehoben hat :-p

kreatives schreiben und legasthenie

 

vor jahrzehnte wurden menschen mit einer lese- und rechtschreibschwäche gern in den schuldiktaten abgekanzelt, für dumm verkauft und aus dem bildungssystem geschmissen. das hat sich heute zum glück ein wenig geändert. in etlichen bundesländern wird anerkannt, dass es diese schwäche gibt, und rechtschreibung geht nicht in die noten ein.

doch es ist immer noch ein schweres, wo in vielen zusammenhängen fehlerfreiheit eines der höchsten güter ist. soll heißen, viele legasthenikerInnen sind so frustriert, dass sie nur noch ungern schreiben und versuchen, das schreiben so gut es nur geht zu vermeiden. um diesen punkt nicht zu erreichen oder zu überwinden fallen auf anhieb zwei möglichkeiten ein. die eine besteht in den rechtschreibkorrektur-programmen der computer. sie helfen inzwischen manchen legasthenikern über die runden.

die andere könnte im kreativen schreiben bestehen. Weiterlesen

Nutzer haften für alles bei ihrem Internet-Anschluss

Es wird, was den Computer und das Urheberrecht angeht immer skurriler. Laut der Süddeutschen Zeitung von heute, verklagte Bushido (ein Rapper) Rentner deswegen, da über die WLAN-Verbindung ihrer Computer Musikstücke und Alben von ihm angeboten wurden. Die Rentner kannten Bushido gar nicht und waren zu dieser Zeit auch nicht zuhause. Aber sie hatten eine unsichere WLAN-Leitung installiert, in die sich andere einhackten und die sie nutzten. Jetzt haben sie die Gerichts- und Anwaltskosten zu tragen.

Das geht, da es eine „Störerhaftung“ gibt. Es haftet der, der eine unsichere Verbindung herstellt. Da wird es skurril. Das ist dann ungefähr so, wie wenn ich in meinem Garten hinter der Hecke den Rasenmäher stehen lasse, ein Kind durch die Hecke krabbelt, mit dem Rasenmäher spielt und sich dabei die Beinchen abhackt. Ich wäre dann dafür haftbar und nicht die Eltern, die das Kind durch die Hecke krabbeln lassen.

Das ist ein kurioses Verständnis von Computertechnologie. Die Kriminalität von Hackern ist so ausgereift, dass selbst staatliche Stellen oder Banken keine wirklich sicheren Verbindungen anbieten können, wie schon öfter zu hören war. Hat irgendjemand davon gehört, dass sie dafür verklagt wurden? Wie ist das mit den ganzen recht unsicheren Windows-Netzwerken, die weiterhin in öffentlich-rechtlichen Einrichtungen ihr Dasein fristen? Also eigentlich darf ich gar nicht mehr ins Internet gehen, es könnte sich ja jemand in meinen Computer hacken. Und vor allen Dingen darf ich mich nicht zu wenig auskennen. Ich muss erst Kurse, siehe Rentner, zur Computersicherheit belegen, um den sicheren Modus bei WLAN hinzubekommen. Verstehe noch einer die Welt, es ist wohl doch eine Zumutung, überhaupt das Internet nutzen zu wollen 😮

eine gebrauchsanweisung für den blog

so ein weblog führt eine kleine statistik, die zeigt, manch eine(r) hat versucht den geschützten bereich zur schreibaufgabe (1) zu lesen. ein unterfangen, das nur möglich ist, wenn das codewort übermittelt wurde, also ein text zur schreibaufgabe (1) eingereicht wurde. deshalb noch einmal kurz ein hinweis, wie dieser blog genutzt werden kann. ich hol den text mal wieder hervor, da er meiner ansicht nach immer noch aktuell ist, für alle neu dazugekommenen 😉 Weiterlesen

schreibberatung in der praxis

hier wurden schon etliche theoretische gedanken zur schreibberatung angeführt. doch wie sieht es damit in der praxis aus? wenn man in letzter zeit die entwicklung ein wenig verfolgte, dann kann man feststellen, dass die schreibberatungsangebote stark zunehmen. vor allen dingen an den hochschulen werden immer häufiger schreibberatungen angeboten.

was vor einigen jahren noch beinahe undenkbar war, dass studentInnen, doktorandInnen oder habilitierenden hilfe für das schreiben ihrer arbeiten zur verfügung gestellt wird, wird immer alltäglicher.

an vielen universitäten ist das angebot meist gekoppelt an den umstand ausländische studentInnen beraten zu wollen. es ist zwar der erste schritt, schreibberatung zu etablieren, doch steckt auch der gedanke dahinter, deutschsprachige studierende dürften keine probleme mit dem schreiben haben. dies leugnet zum beispiel legastheniker was die rechtschreibung angeht und die tatsache, dass man in der schule auch nicht unbedingt schreibtechniken erlernt, die einem das verfassen eines runden textes ermöglichen.

ich habe einfach einmal beliebig drei beispiele von schreibberatung ausgewählt. zuerst eine privatwirtschaftliche variante aus berlin, zu finden hier: http://www.schreibberatung.de/ . an diesem beispiel zeigt sich schön, was das berufsbild schreibberatung alles enthalten kann. dann die universitäre variante auch aus berlin, an der tu berlin verankert. zu finden hier: http://www.textlabor.tu-berlin.de/menue/unsere_angebote/schreibberatung/ . diese seite bietet ein positionspapier zum herunterladen als pdf-datei zur schreibberatung und begründet noch einmal, weshalb schreibberatungen an universitäten sinn machen. und als letztes das beispiel der schreibberatung angesiedelt beim studentenwerk der universität konstanz. diese uni bietet vor allen dingen auch eine schreibberatung per e-mail an, zu finden hier: http://www.uni-konstanz.de/studium/zsb/?cont=seminare&subcont=seminare_schreibberatung&lang=de . jetzt müssen sich nur noch die schreibenden trauen zuzugeben, dass sie gerade schwierigkeiten haben einen text zu verfassen.

biografisches oder kreatives schreiben in gefängnissen

 

etliche knäste in deutschland organisieren für ihre gefangenen soziale trainings. diese sollen dazu dienen, sich nach der entlassung in der gesellschaft wieder zurechtzufinden. außerdem gibt es in vielen gefängnissen auch tataufarbeitungsgruppen.

warum dies nicht einmal schreibend versuchen. generell sind diese gruppen nicht ganz einfach, da sie, wie die knastsituation erwarten lässt, von manchen häftlingen unter berechtigten strategischen gesichtspunkten besucht werden. denn der besuch einer solchen gruppe wird bei einer beurteilung positiv vermerkt, was den schritt in den offenen vollzug beschleunigen kann.

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lebensgeschichten von schwulen und lesben vom land

biografien kann man nicht nur schreibend festhalten, sondern auch per interview erfragen. zum einen, um sie dann für die befragten zu papier zu bringen oder auch um in einer großen studie die erfahrungen und lebensgeschichten der befragten zusammenzuführen und auszuwerten.

zweiteres möchte das max-planck-institut für bildungsforschung in berlin durchführen. es geht um das leben von lesben und schwulen auf dem lande. wie sind sie mit ihrer situation zurechtgekommen, was war schön, was fiel schwer? welche umgangsformen mit der eigenen sexuellen orientierung wurden gefunden? wie reagierte das umfeld im dorf oder in der kleineren stadt.

um diese fragen beantwortet zu bekommen, führt das institut zwei längere interviews durch. mehr informationen zur untersuchung finden sich auf der homepage http://www.anders-fuehlen.de . sollte jemand interesse haben, sich an der befragung zu beteiligen, kann er auf der seite mehr erfahren und einen kontaktbogen ausfüllen. damit endlich ein wenig licht in das dunkel kommt, wie es denn so auf dem lande war. ich kann nur schreiben, es hatte vor- und nachteile.

vielleicht entsteht aus den interviews ja auch das interesse für sich selber weiter zu forschen und sich später einmal einer schreibgruppe für biografisches schreiben anzuschließen 😀 spannend stelle ich mir die geschichten auf alle fälle vor. die befragung richtet sich vor allen dingen an etwas ältere semester, aber auch das kann man auf der homepage erfahren.

schreibidee (35)

ich gehe davon aus, sie sitzen gerade vor ihrem pc oder vor ihrem laptop und lesen diese zeilen. worauf sitzen sie denn? eine interessante frage, die sich gleich zu einer schreibanregung ausbauen lässt. was hat ihr sitzmöbel denn bis jetzt erlebt? stand es immer nur vor dem computer rum, langweilte sich die meiste zeit und bekam einzig ihre selbstgespräche mit, wenn sie mit den tücken der computertechnik kämpfen mussten.

oder war der sessel vorher in einem büro, wurde dann ausgemustert, mit nach hause genommen und diente nicht nur dem sitzen vor dem pc, sondern auch als hilfsmittel beim partnerschaftlichen sex. wurde der sessel mit abgebildet, als sie mit einer webkamera am chatten waren.

so lässt sich in einer schreibgruppe sicherlich zu jedem möbelstück im eigenen haushalt etwas erzählen. um die qual der wahl nicht zu groß zu machen, verteilen sie in ihrer gruppe verschiedene zettel auf denen jeweils ein möbelstück steht. und lassen sie ihre teilnehmerInnen schriftlich berichten, was sie mit dem gezogenen möbelstück erlebt haben.

die idee stellt eine mischung aus biografischen und kreativen anteilen dar. so kann zum beispiel auch eine geschichte über das lieblingsmöbelstück geschrieben werden. oder man wählt für die ganze gruppe ein möbel aus und alle schreiben jeweils einen text dazu. die texte werden sich anschließend gegenseitig vorgestellt. danach werden sie ihren kleinen sessel vor dem computer ganz anders betrachten.

first monday – ein zeitschriftentipp

first monday“ ist keine normale zeitschrift, sie ist eine internet-zeitschrift. eine zeitschrift, die ausschließlich im web erscheint und sich ausschließlich mit dem web beschäftigt. im gegensatz zum vorherigen post diesmal nicht unter dem politischen blickwinkel, sondern eher unter dem wissenschaftlichen.

die einzelnen ausgaben der zeitschrift enthalten veröffentlichungen aus den verschiedensten forschungsrichtungen. angefangen bei den medienpädagogischen, den kommunikationstheoretischen, den medienphilosophischen bis zur mathematik und informatik. alle artikel können in einer kurzen zusammenfassung oder in voller länge gelesen werden. alles auf englisch, doch darum nicht weniger interessant. nur beinahe zu viel, man braucht zeit, um sich durch die jahrgänge und beiträge zu klicken.

„first monday“ wird ihrem themengebiet gerecht und stellt sich nur online dar. eine gedruckte version gibt es nicht. und alle artikel werden einfach so zur verfügung gestellt. schöne neue welt, wenn sie doch nur immer so wäre, wie hier: http://www.uic.edu/htbin/cgiwrap/bin/ojs/index.php/fm/