Tagesarchiv: 7. August 2008

schreibtechnik (17)

eine heute häufig kritisierte folge des computers sei das copy und paste von texten und schriften bei eigenen schriftlichen formulierungen. die zusammenfassungen von lehrbüchern werden zur verfügung gestellt und erleichtern einem die zu verfassende arbeit. weshalb sich also noch die mühe des vollständigen lesens machen?

hier geht es um die auseinandersetzung „exzerp vs.copy & paste„. doch sie wird eher auf moralischer und bewertender ebene geführt, denn unter dem aspekt, was bringt mir selber mehr. das macht die diskussion so unglaubwürdig. ob in anderen zusammenhängen schon immer bücher quergelesen wurden oder die jeweilige zusammenfassung der kapitel einem ausreichend erschien, das vorher ausgebreitete zu verstehen, es wurden viele bücher nie vollständig gelesen.

doch es wird nicht mehr mit vertrauen gearbeitet, dass lernende das vollständig lesen, was sie interessiert und dass sie ein interesse haben manchen gedanken in eigene worte fassen zu können. aber diese vorstellung war schon immer grundlage von studium und ausbildung. erst ab dem moment, ab dem bildung bis in alles bereiche verschult wurde, stellte sich verstärkt strategisches verhalten bei den lernenden ein. aber an diesem punkt wird nicht diskutiert, wieweit man selber mit dafür sorgt, dass copy & paste zum trend werden.

denn wer einmal ein spannendes buch exzerpiert hat, also sich stichworte über den inhalt in eigenen worte in kombination mit zitaten notiert hat, der hat dabei erfahren, dass der inhalt viel vollständiger erfasst wurde. und er hat gemerkt, dass die weiterführung der gedanken, die anwendung des inhalts auf andere informationen viel leichter fällt. so kann es bei großem interesse an bestimmten inhalten nur empfohlen werden, ein eigenes exzerp zu erstellen. doch weshalb nicht bei vorgegebenem lernen, auch strategien nutzen, die die arbeit erleichtern? Die Schreibtechnik des Auszugs aus einem Werk dient auf alle Fälle der Annäherung an den Text und bietet die Chance während des Schreibens, Gedanken weiter zu entwickeln. Wer möchte schon auf so einen Ideenpool verzichten?

social software und nutzungsbestimmungen

 

da, wie im vorigen post berichtet, bei der social software die gefahr größer ist, dass kommunikation aus dem ruder laufen kann, versuchen die anbieter von plattformen dieser software, durch ihre nutzungsbestimmungen, missverständnissen und übergriffigkeiten vorzubauen. wenn man sich diese bestimmungen genauer betrachtet, handelt es sich dabei inzwischen um moralkataloge, die der freiheit des webs extrem widersprechen.

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web 2.0 und ehrlichkeit

 

menschen agieren im web 2.0 ihrer meinung nach ehrlicher. dabei schreiben sie nur schonungsloser. es gibt aber ehrlichkeit, die verletzen kann. das zu realisieren ist notwendig, um auch im netz eine gewisse zurückhaltung zu pflegen.

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