Tagesarchiv: 9. August 2008

„der sprung in den papierkorb“ – ein buchtipp

bücher über das schreiben und seine folgen oder techniken sind oft kleine handlungsanweisungen oder ratgeber. nur ganz selten kommen sie als humorvolle literatur daher. thomas hürlimann hat aber mit seinem buch „der sprung in den papierkorb – geschichten, gedanken und notizen am rand“ genau dies geschafft.

eine sammlung kleiner geschichten, beschreibungen und reden, die am „rand“ noch notizen zu einzelnen begriffen und ihren bedeutungen aufweisen, nähern sich humorvoll dem schreiben und der literatur an. oder betrachten die weitreichenderen folgen, mit eigenem an die öffentlichkeit zu gehen. in der sammlung verweben sich philosophie, literaturwissenschaft und reflexionen über das eigene schreiben. ein amüsantes büchlein. besonders angetan hat es mir die geschichte „im foyer“, die beobachtungen als gaderobier in der zürcher „theater-arche“ beschreibt. witziger kann man kulturpublikum kaum beschreiben.

ohne ratgeber zu sein, schimmert in etlichen texten die arbeitsweise des autors durch, die wiederum anlass sein kann, den eigenen schreibprozess damit zu vergleichen. ein kleines büchlein, das vor dem sprung in den papierkorb bewahrt werden sollte. das buch ist 2008 erschienen im ammann verlag, zürich mit der ISBN 978-3-250-60125-8

blogs als datenbanken

 

blogger-software besitzt den vorteil, dass sie relativ leicht zu bedienen ist, durch viele plugins erweitert werden kann und alle einträge automatisch archiviert. die archivierung findet unter vielen verschiedenen gesichtspunkten statt, wie zum beispiel das datum, der titel, die kategorien oder die tags. auf der basis dieser archivierung lassen sich eigentlich sehr leicht datenbanken einrichten und abrufen.

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kreatives schreiben und beziehungen

 

achtung! kreatives schreiben kann ihre liebesbeziehung gefährden!

diese warnung müsste eigentlich auf jeder schreibgruppenankündigung stehen. ist es doch meist eine veränderung, die die menschen durchmachen, wenn sie sich schreibgruppen anschließen, die den partnerInnen schwer nachvollziehbar scheinen.

so haben sie neuerdings immer ein büchlein bei sich, das sie mitten in gesprächen oder bei museumsbesuchen zücken und sich notizen machen. wenn ihre lebensabschnittsgefährten dann fragen, was sie denn notieren, sind sie meist nicht sehr redselig. oder sie berichten davon, was gerade neben ihnen geschehen ist und ernten erstaunte blicke. „was ist denn daran so interessant?“ diese frage sollte ein alarmsignal für sie sein. ihr(e) partner(in) versteht nicht so ganz, was sie da eigentlich machen.

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