„der sprung in den papierkorb“ – ein buchtipp

bücher über das schreiben und seine folgen oder techniken sind oft kleine handlungsanweisungen oder ratgeber. nur ganz selten kommen sie als humorvolle literatur daher. thomas hürlimann hat aber mit seinem buch „der sprung in den papierkorb – geschichten, gedanken und notizen am rand“ genau dies geschafft.

eine sammlung kleiner geschichten, beschreibungen und reden, die am „rand“ noch notizen zu einzelnen begriffen und ihren bedeutungen aufweisen, nähern sich humorvoll dem schreiben und der literatur an. oder betrachten die weitreichenderen folgen, mit eigenem an die öffentlichkeit zu gehen. in der sammlung verweben sich philosophie, literaturwissenschaft und reflexionen über das eigene schreiben. ein amüsantes büchlein. besonders angetan hat es mir die geschichte „im foyer“, die beobachtungen als gaderobier in der zürcher „theater-arche“ beschreibt. witziger kann man kulturpublikum kaum beschreiben.

ohne ratgeber zu sein, schimmert in etlichen texten die arbeitsweise des autors durch, die wiederum anlass sein kann, den eigenen schreibprozess damit zu vergleichen. ein kleines büchlein, das vor dem sprung in den papierkorb bewahrt werden sollte. das buch ist 2008 erschienen im ammann verlag, zürich mit der ISBN 978-3-250-60125-8

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