bloggen als selbsterfahrung

nachdem die last der masterarbeit von den schultern genommen ist und wieder zeit für spielereien und anderes existiert, fängt das bloggen an, richtig spaß zu machen. das hat auch damit zu tun, dass die reaktionen vielfältig und verschieden sind, teilweise ein diskurs in gang kommt. jetzt fehlt nur noch die rege teilnahme an schreibaufgaben. aber auch da bin ich zuversichtlich.

generell bin ich weiter fasziniert, wieviel im netz zu entdecken ist und wie qualitativ hochwertig viele entdeckungen sind. das vorurteil, dass im internet viel schrott zu finden sei, stimmt so nicht. daneben gibt es eine menge engagierte menschen, die sich viele gedanken darüber machen, was sie anderen anbieten. einzig die zeit, die man dafür aufwenden müsste, allem die angemessene aufmerksamkeit entgegenzubringen, steht nicht immer zur verfügung. eigentlich könnte man tag und nacht damit verbringen, sich im netz zu bewegen und dazu zu lernen. wäre ein interessanter neuer beruf: „internetleser“. nur wer zahlt dafür. oder auch ein studiengang, ein studium  generale im internet. denn wenn man einmal anfängt sich die verschiedenen angebote anzuschauen, findet man beständig weiterführende, auch interessante seiten und texte. sie zu archivieren ist beinahe unmöglich, selbst wenn man sich mit allen verlinkt und einen gigantischen blogroll auflistet.

also bleibt einem im web 2.0 nichts anderes übrig, wie im alltag auch, nur selektiv wahrzunehmen. so kann man sich zwischen zwei wegen entscheiden. entweder vieles nur ein wenig anzureißen oder sich auf einige wenige dinge zu konzentrieren. mehrheitlich wird wahrscheinlich angerissen und manch einer mag das gefühl haben, in der menge zu versinken. da hilft nur der gleiche schritt wie im zeitungskiosk, die eigenen ressourcen überdenken und sich beschränken.

weiterhin nicht so leicht fällt das lesen langer texte am bildschirm. es bleibt ein anderes lesen. woran das genau liegt, kann ich nicht benennen, aber es erreicht nicht die gleiche art des sich darin vertiefens. ein buch in der hand ermöglicht eine viel leichtere positionsveränderung, kann an alle orte mitgenommen werden und ist deshalb unaufwendiger. selbst mit einem laptop, das manches erleichtert, ist es nicht identisch. wahrscheinlich fehlt das taktile des umblätterns und ein bildschirm kann noch so eine gute auflösung haben, er strengt die augen eher an.

aber insgesamt muss ich etliche kritische vorbehalte gegenüber dem bloggen revidieren und bin gespannt auf die nächste zeit.

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