biografisches schreiben und daten

 

wo ich gerade dabei bin. biografisches schreiben ist, was den datenschutz angeht eine heikle angelegenheit, zumindest, sobald man sich an die öffentlichkeit begibt. das fängt schon bei kleinigkeiten an, wie man einzelne menschen, denen man begegnet ist, beschreibt. sollten diese menschen noch leben, könnten sie sich wiedererkennen und andere sie auch. wenn sie nicht gut dabei wegkommen, sollte ihnen zumindest bewusst sein, dass es ärger geben könnte.

auf der anderen seite gibt es die freiheit der kunst, die nicht alles vollständig verfremden muss. natürlich macht es sinn, menschen beim namen zu nennen, die einem im laufe des lebens viel ärger gemacht haben. vieles lässt sich aber auch über andeutungen und umschreibungen formulieren.

noch wichtiger erscheint aber, genau zu überlegen, was sie von sich preisgeben möchten. wenn sie zum beispiel ihren lebensstil wahrheitsgetreu darstellen, lässt das rückschlüsse auf ihre lebensumstände zu. das klingt erst einmal paranoid. ist aber als anregung gemeint, sich vorher, bevor sie sich mit ihrer lebensgeschichte an die öffentlichkeit begeben, bewusst gedanken darüber machen, was sie von sich preisgeben möchten, sowohl über den privaten bereich, als auch über ihr öffentliches leben.

natürlich interessieren lebensgeschichten eigentlich unter ganz anderen aspekten, nämlich der frage, wie verschieden menschen ihr leben gestalten. wie sie für probleme und konflikte lösungen gefunden haben und was sie alles erlebt haben. das steht zumindest für viele im vordergrund und wahrscheinlich auch für sie selber, wenn sie ihre vergangenheit betrachten. man lasse sich dabei nicht einschränken, will aber vielleicht nicht alles mit allen teilen. so kann es sinnvoll sein, zwei varianten zu verfassen. die intime und private für gute freundInnen und beziehungspartnerInnen und die anonymisiertere variante für die öffentlichkeit. denn auch wenn sie keine berühmtheit sind, es könnten sich menschen für ihr leben interessieren, von denen sie kein interesse entgegengebracht bekommen wollen. der datenschutz hat immer mit einem selber zu tun, da kann es noch so viele kontrollmechanismen geben.

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