Tagesarchiv: 22. August 2008

kreatives schreiben und esoterik

 

„esoterik“ ist ein weites feld, das schwer in eindeutige beschreibungen zu fassen ist. das möchte ich auch hier nicht versuchen. ich nehme esoterik als oberbegriff für alle möglichen, abseits der mainstream-lebenshilfen und -glaubenrichtungen existierenden möglichkeiten einen zugang zur welt und zum eigenen glauben zu finden.

meiner ansicht nach können esoterik und kreatives schreiben eine fruchtbare verbindung miteinander eingehen. denn das kreative schreiben ist eine form des kreativen ausdrucks. eines ausdrucks, dessen inhalt nicht vorgegeben ist. will ich also meinen alltag auf anderen ebenen, zum beispiel spirituellen oder meditativen beschreiben oder meine spirituellen und meditativen erlebenisse in worte fassen, bietet auch hier das kreative schreiben gute möglichkeiten.

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web 2.0 und politik

schaut man sich blogs und andere internetseiten mit politischen inhalten an, fällt auf, dass eine sehr direkte sprache geschrieben wird, wie sie im alltag selten gesprochen wird. anscheinend trauen sich viele mitbürger schriftlich eindeutigere äußerungen zu treffen, als sie es im täglichen leben machen.

oder, und das wäre die andere erklärungsmöglichkeit, es schreiben nur die blogs und veröffentlichen homepages, die eine recht direkte art haben ihre meinung mitzuteilen. nicht dass ich dies problematisch finde, bin ich eher ein freund der klaren worte, ich bin nur bei der durchsicht verschiedener blogs, auch zu alltäglichen fragestellungen erstaunt, wieviel politik im netz auftaucht. und wieviel unzufriedenheit bei vielen menschen herrscht.

sicher, man schreibt selten über sachen, die einen nicht aufregen und die gut laufen, das kenne ich aus eigener erfahrung. und ich bin auch der meinung, dass die jüngeren generationen nicht so unpolitisch sind, wie sie immer dargestellt werden. doch es scheint mir mehr im netz los zu sein, als viele menschen glauben. ein wenig zeigen dies die us-wahlkämpfe, auch wenn hier das netz eher als zusätzlicher werbe- und symapthieträger verwendet wird. in deutschland lässt sich dies eher bieder an. beim blick auf die homepages der meisten bundestagsabgeordneten menschelt es zwar sehr und frau merkel sendet auch weiter ihren podcast, aber das hat alles etwas schlichtes an sich und das web 2.0 wird in diesem zusammenhang selten für den diskurs mit der basis genutzt. doch die basis führt zum teil einen spannenden und anregenden diskurs, den man sich in die alltägliche politik zurückwünschen würde, anstatt vieler nicht-aussagen mit nicht-positionen und nicht-nicht-ausgewogenheiten. im web wird in vielen zusammenhängen um postionen gestritten, und der streit scheint notwendig, um eine demokratie als solche zu leben. vielleicht sollten sich manche netzschreiberInnen für die nächsten wahlen aufstellen lassen, um der oft herbeigeredeten politikverdrossenheit etwas entgegenzusetzen.